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Tausendfüßler: Seit 1999 für 771.000 Euro saniert

Tausendfüßler : Seit 1999 für 771.000 Euro saniert

In der Debatte um den vom Rathaus geplanten Abriss der denkmalgeschützten Hochstraße Tausendfüßler, über den nun Bau- und Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger (SPD) entscheidet, wird von Abriss-Gegnern immer wieder ein Vorwurf laut: Das Rathaus habe das Bauwerk mit Blick auf den gewünschten Abbruch bewusst verkommen lassen.

Auf Anfrage der Linken in der Bezirksvertretung 1 hat das Rathaus nun aufgelistet, dass in den vergangenen zwölf Jahren 771.000 Euro in den Erhalt des Bauwerks gesteckt worden sind. Der größte Teil dieser Summe, nämlich 702.000 Euro, floss demnach für die Erneuerungen der Übergangskonstruktionen an den Rampen Hofgarten (im Jahr 1999) sowie Immermannstraße und Berliner Allee (2001). Weitere Maßnahmen fielen für Korrosionsschutz an Pfosten, Seilen und Stützen, Beheben von Unfallschäden, Erneuerungen des Straßenbelags und des Kappenbetons an.

Diese Maßnahmen sind laut Rathaus vor allem nach den alle drei Jahre vorgeschriebenen Prüfungen angefallen. Dabei sei die Hochstraße insbesondere auf die Faktoren Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit überprüft worden. Bei den ersten beiden Faktoren werden Schäden "üblicherweise umgehend nach Bekanntwerden beseitigt", heißt es in der Antwort.

"Weitergehende Schäden werden im Rahmen der im Haushalt zur Verfügung stehenden Mittel saniert." Sollte der Tausendfüßler stehenbleiben, muss er für einen zweistelligen Millionenbetrag saniert werden.

Unterdessen kritisiert die Junge Union (JU) das Nein des Landeskonservators zum Abriss: "Die Stadtentwicklung darf nicht stehenbleiben, nur weil man eine autofreundliche Hochstraße der 60er Jahre im Zentrum einer Großstadt konservieren möchte", sagt JU-Chef Peter Blumenrath. Es sei verwunderlich, dass gerade der Landeshauptstadt keine Handlungskompetenz eingestanden werde.

(RP)