Gerüchte um Einzug in Libeskind-Bau: OB: "Apple passt in den Kö-Bogen"

Gerüchte um Einzug in Libeskind-Bau : OB: "Apple passt in den Kö-Bogen"

Weder der iPhone- und iPad-Hersteller noch die Projektenwickler wollen es bestätigen, aber das Gerücht, dass die Computer-Marke mit dem Apfel in die Libeskind-Bauten am Kö-Bogen will, hält sich hartnäckig. Passen würde es: Apple sucht für seine Flagship-Stores nur Top-Adressen.

Kommt Apple mit einem seiner berühmten Flag-Ship-Stores nach Düsseldorf? Die Fan-Gemeinde der Marke mit dem Apfel ist jedenfalls elektrisiert angesichts dieser Vermutung. Vor allem Apple-Anhänger, die einmal in einem dieser riesigen Läden in — beispielsweise New York — gewesen sind, würden eins dieser Geschäfte in Düsseldorf sehr begrüßen.

Am Rande der Münchner Immobilienmesse Expo Real verdichteten sich gestern am Stand der Stadt Düsseldorf und ihrer 36 Partner die Gerüchte, dass ein Apple-Store in das westliche, dem Steigenberger Parkhotel zugewandte Libeskind-Gebäude ziehen wird. Stefan Mühling, Chef des Kö-Bogen-Entwicklers "Die Developer", wollte das weder dementieren noch bestätigen. Dass ernsthafte Verhandlungen mit Apple laufen, hatte die Rheinische Post bereits Ende Juni mehrfach berichtet.

Unterschrieben ist unterdessen der Vertrag mit dem Hauptmieter für das andere Libeskind-Haus: Dort wird das Stuttgarter Unternehmen Breuninger ein Edel-Kaufhaus eröffnen. "Ich habe geholfen, Breuninger nach Düsseldorf zu holen. Von anderen Mietern weiß ich aber nichts", sagte OB Dirk Elbers. Er betonte jedoch auch, dass ein Apple-Store gut nach Düsseldorf und auch an diese Stelle passen würde.

In das Konzept des Herstellers von iPhone und iPad würde der Standort jedenfalls passen. Die Marke mit dem Apfel sucht sich nämlich in der Regel nur Top-Adressen für diese großen Geschäfte aus. Sie sind weltweit identisch durchgestylt und gelten für die Anhänger der Marke als absoluter "hot spots".

Für die neuen Einkaufsflächen des Kö-Bogens wäre Apple neben dem Shopping-Spezialisten Breuninger ein weiteres Zugpferd. Ohnehin rechnet der Düsseldorfer Einzelhandel damit, dass sich die Gewichte durch den neuen Einkaufstempel stark verschieben. Die Top-Adresse im Norden der Kö und im Übergang zum Hofgarten wird eine neue Zugkraft entwickeln, die sich auf die anderen Einkaufsstraßen auswirkt. Schon jetzt ist klar, dass sich die Schadowstraße neu positionieren will und wird: Die dort ansässigen Häuser bereiten sich darauf vor, nach der Beendigung der Wehrhahn-Linien-Baustelle wieder attraktiver denn je zu werden. Offenbar glaubt man fest daran, nachher — vor allem nach Abriss des Tausendfüßlers — und Fertigstellung des Kö-Bogens Teil eines neu gestylten und reizvollen Einkaufsviertels zu sein, das es so bisher nicht gegeben hat. Für die gesamte City zeichnet sich auf jeden Fall eine Neuorientierung der Käuferströme ab: Man rechnet damit, dass sich das Schwergewicht eindeutig Richtung Kö-Nord verlagern wird.

Dass sich heute bereits Geschäfte auf der bisher eher ruhigen Bankenseite der Kö niederlassen, ist nach Ansicht von Städteplanern ein klares Indiz dafür, dass man mit einer Verschiebung der Kräfte durch den Neubau Kö-Bogen rechnet. Zudem werden auch Immermannstraße und Klosterstraße durch den Wegfall des Tausendfüßlers näher an die Einkaufsstraßen der City heranrücken. Geschäftsleute dieser Straßen hatten in der Vergangenheit immer wieder bemängelt, dass sie durch die Hochstraße regelrecht vom Rest der City abgegrenzt werden.

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