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Baum des Jahres 2019: Flatterulme steht im Düsseldorfer Zoopark gepflanzt

Baum des Jahres 2019 : „Zukunftsbaum“ Flatterulme im Düsseldorfer Zoopark gepflanzt

Seit 1989 wird jährlich ein „Baum des Jahres“ ernannt. Mit der Flatterulme hat das Kuratorium in diesem Jahr eine seltene Baumart gekürt. Im Düsseldorfer Zoopark wurde ein Exemplar gepflanzt - und die Leiterin des Gartenamts erklärte, warum die Ulme der Baum der Zukunft ist.

Gartenamtsleiterin Doris Törkel und Bezirksbürgermeister Uwe Wagner haben anlässlich dessen eine neugepflanzte Flatterulme im Zoopark symbolisch angegossen. Törkel erläutert: „Die Flatterulme ist im Gegensatz zu ihren verwandten Arten widerstandsfähiger, für viele Insekten ein Zuhause und dient somit dem Artenschutz. Da sie sich bei den verändernden Klimabedingungen bewährt hat, ist diese Baumart auch als Stadtbaum geeignet.“ Damit habe man im Zoopark einen „Zukunftsbaum“ gepflanzt. Wagner freute sich seinerseits, dass die Wiederaufbauarbeiten im Park nun von der Pflanzung der Flatterulme gekrönt würden.

Wer die buschigen Blüten von Ulmus laevis einmal im Wind tanzen gesehen hat, weiß, woher die Art ihren Namen hat. Doch bisher ist die Baumart nur wenigen Menschen bekannt. In Düsseldorf stehen laut Stadt einige hundert ältere Exemplare im Stadtwald (Überanger Mark) sowie im südlichen Forstrevier (Hasseler Forst und Eller Forst). In diesem Frühjahr wurden im Stadtwald 200 neue Flatterulmen gepflanzt. Die auch Rüster genannte Flatterulme ist in Deutschland selten geworden. Doch in den vergangenen Jahren ist sie in den Fokus gerückt, weil sie weniger vom Ulmensterben – ausgelöst durch einen Pilz – betroffen ist. So wird der Baum zur Rettungsinsel für Arten, die auf Ulmen angewiesen sind.

(RP)