Bauen in Düsseldorf An der Münsterstraße sollen 127 Wohnungen gebaut werden

Düsseldorf · In den Mehrfamilienhäusern werden unterschiedliche Personengruppen ein Zuhause finden. Das Bauprojekt soll schnellstmöglich starten.

So sollen die Häuser aussehen, die auf dem ehemaligen Gewerbeareal an der Münsterstraße 400 in Mörsenbroich geplant sind.

So sollen die Häuser aussehen, die auf dem ehemaligen Gewerbeareal an der Münsterstraße 400 in Mörsenbroich geplant sind.

Foto: heck+schmiegel architektur

Seit vielen Jahren wird darum gerungen, das Gebiet beidseitig des Vogelsanger Weges zu entwickeln, das unter vielen Eigentümern aufgeteilt ist. Dafür wurden, unter Beteiligung der Öffentlichkeit, zwei Bebauungspläne aufgestellt, welche die Entwicklung eines urbanen Quartiers zulassen. Dieses soll geprägt sein von Wohnungen, Gewerbe, kleinflächigem Handel und Dienstleistungsnutzungen und durch die bereits vorhandenen Kleingärten aufgelockert werden.

Nun soll, ganz am Rand des Bebauungsplanes, an der Münsterstraße 400 das erste Projekt realisiert werden. Der Entwickler und Bauherr Schäper und Rick plant dort, wo sich ungenutzte Lagerflächen und ein Haus befinden, den Bau von elf Mehrfamilienhäusern und einer Tiefgarage. Insgesamt sollen nach den Plänen des Architekturbüros „heck+schmiegel“ 127 Wohneinheiten mit Größen von 40 bis 130 Quadratmetern entstehen. Zwei der Häuser werden an der Straße liegen, der restliche Gebäuderiegel wird U-förmig im rückwärtigen Bereich angeordnet und einen großen Innenbereich umschließen.

„Wir wollen das Zusammenleben von ganz unterschiedlichen Gruppen der Gesellschaft ermöglichen. Dafür bauen wir entsprechend“, sagt Josef Rick. So sind neben vielen Zwei-Raum- und Drei-Raum-Wohnungen auch größere Einheiten für Familien geplant, Wohnungen für Studenten und Azubis und in einem Haus sollen Wohnungen entstehen, die für Familien mit einem Rollstuhlfahrer geeignet sind. Dafür werden zum Beispiel breitere Türen und Haltegriffe eingebaut. Der Großteil der Mietwohnungen soll öffentlich gefördert sein. „Wir haben bereits bei anderen Projekten Erfahrungen mit sozialem Wohnungsbau gesammelt“, sagt Rick. Dass das Leben unter einem Dach mit so vielen verschiedenen Menschen gelingt, dafür soll später ein Verwalter sorgen.

Die Tiefgarage wird von der Münsterstraße aus erschlossen und soll Platz für 68 Fahrzeuge und den Großteil der rund 270 Fahrradstellplätze bieten. Die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung 6 (BV) würde aber mehr Parkplätze begrüßen, da der Parkdruck in den umliegenden Straßen sehr hoch sei. Das Garagendach und die Dachflächen werden intensiv begrünt, ebenso wie der Innenhof. „Die Begrünung und die Entsiegelung von Flächen des bislang vollständig versiegelten Areals wird zu einer Aufwertung des Mikroklimas beitragen“, erklärt die Verwaltung bei der Vorstellung des Projektes in der BV 6. Zwei Bäumemüssen für die Bauarbeiten gefällt werden, dafür werden 16 neue Bäume nachgepflanzt. Das Bauvorhaben soll laut Bauherrn schnellstmöglich starten. Er geht von einem Baubeginn in 2025 aus.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort