Nach Übernahme von Cognis: BASF streicht fast 400 Stellen

Nach Übernahme von Cognis : BASF streicht fast 400 Stellen

Die Übernahme der früheren Henkel-Tochter Cognis durch den Chemiekonzern BASF kostet fast jede vierte Stelle. Konkret werden 390 von 1700 Stellen an den Standorten Düsseldorf-Holthausen und Monheim gestrichen.

"Die meisten betroffenen Mitarbeiter arbeiten in Verwaltungsbereichen. Da unser Unternehmen nach der Übernahme keine Konzernzentrale mehr ist, werden viele Positionen zu BASF nach Ludwigshafen verlagert", sagte BASF-Sprecherin Susanne Sengel auf Anfrage. Ihr zufolge sind auch Mitarbeiter in der Produktion betroffen, allerdings vergleichsweise wenige.

Die Maßnahmen werden laufend umgesetzt. 200 Mitarbeiter haben demnach bereits neue Jobs, teilweise im BASF-Konzern, andere haben das Unternehmen verlassen. Ein kleinerer Teil der Beschäftigten geht in Frührente. Rund 900 Mitarbeiter der früheren Cognis arbeiten heute am Standort in Holthausen. Die restlichen Mitarbeiter, meist aus der Verwaltung, sind in Monheim, in der früheren Zentrale des Konzerns. Der Jobabbau wird Monheim stärker treffen als Holthausen.

Rund ein Jahr nach der Übernahme von Cognis durch BASF wurde jetzt ein Sozialplan vorgestellt. Dieser Vertrag regelt die Grundlagen des Stellenabbaus. "Im Sozialplan sind bislang ausdrücklich keine betriebsbedingten Kündigungen festgeschrieben. Wir hoffen, den Stellenabbau ohne Kündigungen hinzubekommen", sagte Betriebsratsvorsitzender Thomas Hergarten gestern im Gespräch mit der Rheinischen Post.

Um die Suche der Mitarbeiter nach neuen Stellen zu unterstützen, sollen die Arbeitnehmer von der Bonner Wirtschaftsakademie bei Bewerbungen unterstützt werden. Laut Betriebsrat findet am Freitag eine erste Informationsveranstaltung dazu statt.

Rund 200 Arbeitnehmer, die heute administrative Stellen in Holthausen besetzen, werden bald nach Monheim umziehen. Ein komplettes Verwaltungsgebäude in Holthausen soll deshalb bald an seinen früheren Eigentümer Henkel zurückgegeben werden.

Der Betriebsrat verbucht als Erfolg, dass 50 Laborstellen in Düsseldorf erhalten bleiben.

(RP)
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