Düsseldorf: Bahn verlängert Lärmschutzwand in Angermund

Düsseldorf : Bahn verlängert Lärmschutzwand in Angermund

Wegen eines neuen Schallschutzgutachtens und auf Anregung von Anwohnern hat die Deutsche Bahn ihre Planung für den Ausbau der Strecke für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) deutlich korrigiert. Die Lärmschutzwand an der Strecke durch Angermund soll auf beiden Seiten der Strecke und in beide Richtungen länger werden als bisher vorgesehen, insgesamt wächst sie um 1,3 Kilometer. Heute stellt das Unternehmen die Details in einer Infoveranstaltung vor (19 Uhr, Walter-Rettinghausen-Halle, Freiheitshagen 3). Für den restlichen Teil der Düsseldorfer Nord-Süd-Strecke steht das neue Gutachten noch aus, größere Änderungen an der Planung wird es aber wohl nicht geben.

Der RRX soll die Städte in Ruhrgebiet und Rheinland besser anbinden und heute fehlende Kapazitäten für Pendler schaffen. Für das Projekt sind erhebliche Änderungen an der Strecke notwendig, unter anderem ein Ausbau auf durchgehend sechs Gleise in Düsseldorf. Dabei sind Bund und Bahn verpflichtet, Lärmschutz zu schaffen - bislang gibt es an der schon jetzt vielbefahrenen Strecke an vielen Stellen keinen. Die Kommunalpolitik unterstützt das Großprojekt, der größte Teil der geplanten Umbauten gilt als unstrittig. In Angermund hat das Vorhaben allerdings eine hitzige Diskussion ausgelöst. Eine Bürgerinitiative fordert den Bau eines Tunnels, den die Bahn aber wegen des hohen Aufwands für nicht realisierbar hält. Die nun erfolgte Umplanung sei kein Entgegenkommen an die Initiative, sondern Folge einer Gesetzesänderung, heißt es von der Bahn. Die Bürgerinitiative hat das Gespräch mit der Bahn derzeit ausgesetzt, unter anderem wirft man dem Unternehmen vor, das neue Gutachten zu spät zur Verfügung gestellt zu haben. Die Bahn wiederum kritisiert, dass die Initiative die Details einer eigenen Berechnung zum Tunnel nicht weitergegeben hat. Die Bürgerinitiative hatte vor der Bahn-Veranstaltung zu einem eigenen Info-Abend eingeladen.

(arl)
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