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Düsseldorf: Bäume, Bahn, Bänke - Details zu Kö-Bogen

Düsseldorf : Bäume, Bahn, Bänke - Details zu Kö-Bogen

Wie sehen die Übergänge bei der Straßenbahn aus? Wo werden Bäume gepflanzt? Welche Bänke werden aufgestellt? All das wird am Montag erstmals in einem politischen Gremium diskutiert. Wir stellen die Pläne vor.

Das Großprojekt Kö-Bogen nimmt immer mehr Form an. Während der erste Bauabschnitt mit Libeskind-Bauten und Verlängerung des Hofgarten-Gewässers Landskrone fast fertig ist, ist der zweite Teil mitten in der Umsetzung: Die Hochstraße Tausendfüßler ist seit einem Jahr abgerissen, der Autotunnel, der sie ersetzt, ist im Bau; über die Randbebauung des Gustaf-Gründgens-Platzes wird der Stadtrat am 10. April entscheiden.

Parallel wird nun der Politik das Konzept für die Gestaltung der unbebauten Oberflächen vorgelegt. Am Montag diskutiert der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen darüber. Die Details:

 Die Übergänge über die Straßenbahngleise werden mit Umlaufsperren gesichert. Rechts davon ist der Radweg, davon abgetrennt der Fußgängerbereich.
Die Übergänge über die Straßenbahngleise werden mit Umlaufsperren gesichert. Rechts davon ist der Radweg, davon abgetrennt der Fußgängerbereich. Foto: Stadt

Basis Aus dem Wettbewerb ist 2009 das Team Juan Pablo Molestina (Architekt) und Thomas Fenner (Landschaftsarchitekt) aus dem Wettbewerb hervorgegangen. Während ihre Vorschläge für den Rand des Gründgens-Platzes nicht mehr allzu viele Anhänger in der Politik finden — favorisiert wird dafür der Entwurf von Christoph Ingenhoven —, basiert das Freiraum-Konzept auf dem Siegerentwurf.

Straßenbahn Die Ost-West-Trasse, die derzeit an den Libeskind-Gebäuden vorbei in die Altstadt führt — wird mit dem Start der Wehrhahn-Linie Ende 2015 abgebaut. Die verbleibende Nord-Süd-Strecke wird mit Rasengleisen an den Hofgarten angepasst. Zwischen Theatermuseum und Dreischeibenhaus sind vier Übergänge über die Gleise vorgesehen, sie sind durch eine so genannte Z-Führung und Umlaufsperren gesichert. Die Straßenbahntrasse wird durch Rasengeländer und Sitzbänke begrenzt. Über die Platzierung der Straßenbahnhaltestellen wird noch diskutiert.

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Bäume und Grünflächen Eine Allee aus 160 dachförmig geschnittenen Platanen soll vom Dreischeibenhaus bis zur Höhe Immermannstraße die frühere Strecke des Tausendfüßlers nachzeichnen. Sie soll den Hofgarten als Grünachse nach Süden fortsetzen. Die Platanen werden über einen Grundwasserbrunnen automatisch bewässert und nachts mit Bodenstrahlern angeleuchtet. Auch auf dem Martin-Luther-Platz sind 19 neue Bäume vorgesehen. Die vorhandenen Platanen werden zum Teil mit Sitzbänken aus Beton umrahmt. Insgesamt sind 319 Neupflanzungen geplant. Die Kastanienallee im Hofgarten wird entlang der dann offen gelegten Düssel bis zur Landskrone fortgeführt. Südlich der Tuchtinsel (Höhe Klosterstraße) entsteht ein blühendes Gräserfeld.

Bänke und Pflaster Wie bereits im Umfeld der Libeskind-Bauten werden Sitzbänke aus Holz und in modernem Design aufgestellt (Modell: "Kö-Bogen"). Bänke sind auf beiden Seiten der Platanen-Allee, am Uferweg im Hofgarten und rund um die Johanneskirche vorgesehen. Als Bodenbelag wird vor allem der Betonstein Decado Finerro Grau verwendet (wie auf Schadowplatz), für kleinere Flächen auch der Naturstein Herschenberger Granit. Auch die Licht-Stelen, die bereits auf Schadow- und Blumenstraße, Schadow- und Martin-Luther-Platz stehen, gehören zum Konzept. Am Uferweg im Hofgarten werden — wie im Rest der denkmalgeschützten Parkanlage — Lampen der Modelle "Frankfurter Leuchte" und "Alt Düsseldorf" aufgestellt. Insgesamt werden 110 neue Fahrradständer installiert. In diesem Bereich wird der früher auf dem Schadowplatz stehende Salinenbrunnen aufgestellt.

Neue Plätze Der Martin-Luther-Platz wird zwischen Johanneskirche und Schadow Arkaden verkehrsberuhigt. Im Bereich Schadowstraße/ Berliner Allee/ Tuchtinsel entsteht der neue Jan-Wellem-Platz. Dort ist auch der Zugang zum neuen U-Bahnhof. Der Corneliusplatz wird mit Schalenbrunnen und Magnolienbäumen wiederhergestellt.

(RP)