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Bänke gegen Einsamkeit in Düsseldorf

Ideen aus Düsseldorf : Bänke gegen Einsamkeit im Stadtbezirk 7

Auf Antrag der Linken Petra Müller-Gehl in der Bezirksvertretung 7 sollen mehrere dieser besonders gekennzeichneten Bänke im Stadtbezirk 7 aufgestellt werden. Sie sollen gerade ältere Menschen zwanglos ins Gespräch bringen.

Nicht erst seit Corona haben viele Menschen zu wenige soziale Kontakte und leiden unter Isolation und Vereinsamung. Das betrifft gerade Ältere, die vielleicht sogar verwitwet sind und sich nach dem Ableben des Partners zu Hause einigeln. Auf Initiative der Linken Petra Müller-Gehl wird jetzt im Stadtbezirk 7 ein Experiment mit sogenannten „Bänken gegen Einsamkeit“ gestartet. Besonders gestaltete und entsprechend markierte Bänke sollen die Gelegenheit bieten, Menschen zwanglos miteinander ins Gespräch zu bringen.

Die Idee wird anderswo schon in der Praxis umgesetzt. In Schottland zum Beispiel gibt es Erfahrungen mit „Chatty Chairs“, in England mit „Friendship Benches“, in Stuttgart mit „Schwätzbänkle“ und in Hamburg-Altona mit „Klönbänken“. Im Stadtbezirk 7 würden relativ viele Menschen wohnen, die älter als 65 Jahre sind. Basierend auf den Zahlen des Amtes für Statistik und Wahlen treffe das auf 22,6 Prozent (im Vergleich zu 18,8 Prozent im gesamten Stadtgebiet) zu. „Besonders ältere Menschen dürften von den Bänken gegen Einsamkeit profitieren, denn eine Studie des Bundesfamilienministeriums hat ergeben, dass sich durch Corona bei den über 80-Jährigen der Anteil der Einsamen deutlich erhöht hat. Wobei Einsamkeit natürlich nicht nur ein Problem älterer Menschen ist“, erklärt Müller-Gehl.

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Im Stadtbezirk 7 sollen nun mehrere vorhandene Sitzbänke im öffentlichen Raum als „Bänke gegen die Einsamkeit“ gekennzeichnet (farbliche Gestaltung, Anbringung von Schildern) oder auch neue aufgestellt werden. Es sei jedoch noch zu prüfen, aus welchen Haushaltsmitteln die Finanzierung erfolgen kann.

Im ersten Schritt sollen nach Ansicht von Müller-Gehl drei Standorte gewählt werden. Ihre Vorschläge: in Grafenberg an der Altenbergstraße nahe der Ecke Grafenberger Allee oder an der Grafenberger Allee zwischen Haus Nummer 395 und 397 oder am „Rund“ neben den Fahrradständern; im südlichen Gerresheim an der Heyestraße in der Nähe des „Roten Platzes“; im nördlichen Gerresheim am Neusser Tor entweder an dem Halbrund am Aloys-Odenthal-Platz oder vor Haus Nummer 10, alternativ am Apostelplatz. „Das sind nur Beispiele, ich stehe noch in Verbindung mit dem Seniorenrat und dem Bürgerverein Grafenberg, vielleicht haben die noch bessere Vorschläge“, so Müller-Gehl.

Die anderen Politiker in der Bezirksvertretung 7 fanden Gefallen an der Idee, der Antrag von Petra Müller-Gehl wurde einstimmig verabschiedet.