Neue Bundesstraße: B 8n wird an die A 59 angeschlossen

Neue Bundesstraße: B 8n wird an die A 59 angeschlossen

Schon im kommenden Jahr soll der Ausbau der Ortsumgehung B8n abgeschlossen sein. Die neue Bundesstraße bekommt eine direkte Anbindung an die Autobahn 59. Bis 2013 sollen die Baumaßnahmen insgesamt laufen, bei denen im Düsseldorfer Norden ein neues Autobahnkreuz entsteht.

Seit über 20 Jahren wird an der Strecke gearbeitet, jetzt beginnt der Bau des letzten Abschnitts der Ortsumgehung Düsseldorf-Wittlar. Landesverkehrsminister Lutz Lienenkämper reiste zum Spatenstich an, ebenso wie Enak Ferlemann, Staatssekretär des Bundesverkehrsministers.

Gleich mehrere Baumaßnahmen sind geplant: Die Bundesstraße 8n wird in nördlicher Richtung an die Autobahn 59 angeschlossen. Es entsteht ein neues Autobahnkreuz, auf das aus westlicher Richtung die Bundesstraße 288 zuläuft. Damit der Verkehr reibungsloser klappt, wird die B288 ebenfalls ausgebaut: In Zukunft soll sie schon 2,7 Kilometer früher an die A524 anschließen. Weil am neuen Autobahnkreuz Duisburg-Süd dann nur noch Autobahnen aufeinandertreffen, können die Ampeln zwischen der jetzigen B288 und der A59 wegfallen — das soll dazu beitragen, Staus zu vermeiden. 62 Millionen Euro kostet die Fertigstellung der Ortsumgehung, der Großteil davon entfällt auf den Ausbau der A59. Das Geld kommt vom Bund.

Endlich Nord-Süd-Verbindung

Die B8n soll schon Anfang nächsten Jahres fertiggestellt sein, der Abschluss des Aus- und Umbaus der Autobahnen ist für 2013 geplant. "Mit dem Anschluss der B8n an die A59 schaffen wir endlich eine direkte Verbindung zwischen Düsseldorf und Duisburg", stellte Landesverkehrsminister Lienenkämper beim Spatenstich klar.

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Freuen dürfen sich die Anlieger an der alten B8 in den Stadtteilen Wittlaer und Kaiserswerth: Die Bundesstraße soll nach Abschluss der Bauarbeiten zurückgestuft werden, weil ein geringeres Verkehrsaufkommen erwartet wird. "Außerdem führen wir dort eine Sperre für wassergefährdende Transporte ein", sagt Harald Austmeyer, Geschäftsführer von Straßen NRW. Er geht davon aus, dass die neue Umgehungsstraße einen Großteil des Nord-Süd-Verkehrs aufnehmen wird: "Für das Jahr 2020 rechnen wir auf der neuen A524 mit 41 600 Fahrzeugen täglich", so der Experte. Auf der B8n werden 34 400 Autos erwartet, für das Autobahnkreuz Duisburg-Süd 48 000.

Grund für die lange Bauzeit der Umgehungsstraße — seit 1988 läuft das Projekt — sind immer wiederkehrende Probleme mit den Anliegern. Denn die müssen nicht nur entschädigt werden, sondern auch Ausgleichsflächen erhalten. Erst im vergangenen Herbst einigte sich Straßen NRW mit Volker und Claudia Bünk. Haus und Familienbetrieb des Ehepaares grenzen an die alte Bundesstraße B8. Ihr Grundstück liegt genau in dem Bereich, wo eine Trasse zum neuen Autobahnkreuz entstehen soll. "Das Haus ist mein Elternhaus, vor 50 Jahren hat mein Vater es gebaut" erzählt Volker Bünk. Jetzt werden er und seine Frau mit mehreren hunterttausend Euro entschädigt — nachdem sie im vergangenen Jahr Klage eingereicht hatten. Außerdem warten sie auf eine Ausgleichsfläche.

"Da arbeiten wir noch dran", sagt Straßen NRW-Geschäftsführer Austmeyer. Denn bevor dem Ehepaar Bünk kein alternatives Grundstück zur Verfügung steht und der Umzug läuft, kann nicht gebaut werden. "Wir sind auch höchstens bereit, ins nähere Umfeld zu ziehen", sagt Volker Bünk. Denn gemeinsam mit seiner Frau betreibt er eine Baumschule — und die will er aus Rücksicht auf seine Kunden nicht am anderen Ende der Stadt wieder aufbauen.

Harald Austmeyer glaubt, dass das machbar ist: 2013 sind wir mit der kompletten Baumaßnahme endlich durch", ist er sicher.

(RP)