Awo in Düsseldorf-Derendorf verfrachtet Givebox nach innen

Projekt : Die Hüterin der Indoor-Givebox

Angelika Barthel kümmert sich bei der Arbeiterwohlfahrt in Derendorf um die Givebox, die im Foyer der Zentrale steht.

Bevor sie ihre Arbeit am Empfang in der Zentrale der Arbeiterwohlfahrt Düsseldorf beginnt, wirft Angelika Barthel immer zuerst einen Blick in die Givebox. Seit gut zwei Jahren sind sie und ihre Kolleginnen vom Empfang die Hüterinnen der Givebox bei der Awo an der Liststraße in Derendorf. Die Awo-Mitarbeiter schätzen die Grundidee der Givebox: ein Geben und Nehmen, das Ressourcen spart, der Wegwerf-Mentalität entgegenwirkt und die Umwelt schützt. Eine Erfolgsgeschichte, könnte man meinen.

Doch verschwinden seit Jahren immer mehr Giveboxen aus dem Düsseldorfer Stadtbild. Die Gründe sind vielfältig: Unachtsamkeit, Unwissen, wie sie zu nutzen sind, vor allem aber Vandalismus: Immer wieder werden Giveboxen demoliert, angezündet oder zur Müllhalde umfunktioniert. Um das Konzept zu retten, hat die Awo im Foyer ihrer Zentrale eine Givebox installiert – und dies äußerst erfolgreich: Das Besucheraufkommen im Maria-Nitzschke-Haus ist hoch, die Give box wird täglich genutzt. An der Liststraße finden nicht nur die Kurse des Awo-Familienbildungswerks statt, auch die Erziehungsberatung und die Kita „Pusteblume“ sind hier beheimatet.

 „Die Givebox ist in der Nachbarschaft, bei der Belegschaft und bei unseren Besuchern sehr beliebt“, sagt Angelika Barthel. „Bücher, Kleidungsstücke, Spiele, Dekoartikel, DVDs, Küchenutensilien – für jeden Bedarf und jeden Geschmack ist etwas dabei.“ Sie und ihre Kollegen haben immer ein Auge auf Inhalt und Ordnung der Givebox. „Denn je übersichtlicher und aufgeräumter die Box ist, desto mehr wird sie auch genutzt.“ Angelika Barthel beobachtet die zunehmende Zerstörung im Stadtgebiet jedenfalls mit Sorge. „Wenn ich an Giveboxen vorbeikomme, die nur noch aus verkohlten Gestängen bestehen oder einem Müllhaufen gleichen, blutet mir das Herz.“

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