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Düsseldorf: Awista hofft auf eine Ermäßigung bei Abgaben für Öko-Strom

Düsseldorf : Awista hofft auf eine Ermäßigung bei Abgaben für Öko-Strom

Der Abfallwirtschaftsbetrieb Awista hofft auf eine neue Bewertung der Entsorgungswirtschaft beim Energieverbrauch. Der Verband der Kommunalen Unternehmen hat beantragt, die Versorgungsunternehmen wegen ihrer vielen Anlagen und Maschinen als energie-intensive Gewerbe einzustufen. In der Konsequenz würden damit die Stromkosten geringer ausfallen, die Gebühren für die Abfallentsorgung könnten damit leichter stabil gehalten werden, so Ralph Böhme, Sprecher der Awista.

Um die Energiekosten genauer einzuschätzen, hat die Awista den Stromverbrauch von allen Standorten des Unternehmens im Jahr 2013 ermittelt. Der Stromverbrauch lag bei rund 1920 Megawattstunden im Jahr. Als Umlage für erneuerbare Energien muss das Unternehmen wie jeder Verbraucher, der nicht von der Umlage befreit ist, 6,24 Cent pro Kilowattstunde zahlen. Unterm Strich macht das rund 120 000 Euro pro Jahr aus. Denn die Awista bekommt als Dienstleistungsunternehmen keine Ermäßigung wie Industriebetriebe, die energie-intensive Produktionen haben.

Wenn die Entsorgungsbetriebe für die Erhebung der Umlage für erneuerbare Energien anders eingestuft werden, wird das Unternehmen prüfen, ob es einen Antrag auf Ermäßigung stellt, so Böhme. Es könne zumindest eine Teilbefreiung von der EEG-Umlage möglich sein. Das richtet sich nach der Menge der energie-intensiven Abteilungen des Unternehmens. Mit einem Energiemanagement-System für den Betrieb können diese genau erfasst werden. "Ein Energiemanagement-System müsste die Awista aber noch erarbeiten und zertifizieren lassen", erklärte Böhme.

(RP)