Düsseldorf: Autozüge bleiben Düsseldorf durch Übernahme erhalten

Düsseldorf : Autozüge bleiben Düsseldorf durch Übernahme erhalten

Kurz nachdem die Deutsche Bahn beschlossen hat, bis Sommer 2017 den Autozugverkehr auf der Schiene aufzugeben, ist die Euro-Express Sonderzüge GmbH & Co. KG aus Münster in diese Nische vorgestoßen. Deutschlands größter privater Personenwagenbetreiber, eine 100-prozentige Tochter der Müller-Touristik-Gruppe, fährt seit Anfang des Monats an zunächst sieben Terminen Autozüge zwischen Düsseldorf und Verona. Alle Termine sind nahezu ausgebucht. Das Angebot soll daher 2016 ausgebaut werden.

Kurz nachdem die Deutsche Bahn beschlossen hat, bis Sommer 2017 den Autozugverkehr auf der Schiene aufzugeben, ist die Euro-Express Sonderzüge GmbH & Co. KG aus Münster in diese Nische vorgestoßen. Deutschlands größter privater Personenwagenbetreiber, eine 100-prozentige Tochter der Müller-Touristik-Gruppe, fährt seit Anfang des Monats an zunächst sieben Terminen Autozüge zwischen Düsseldorf und Verona. Alle Termine sind nahezu ausgebucht. Das Angebot soll daher 2016 ausgebaut werden.

Euro-Express Sonderzüge hat das Geschäft vom niederländischen Anbieter Euro-Express Treincharter, der bis zum vergangenen April ähnliche Verbindungen nach Italien angeboten hat, übernommen. "Innerhalb von nur sechs Wochen haben wir dann Züge zusammengestellt, Verträge mit einem Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) geschlossen und Trassen in Deutschland, Österreich und Italien bestellt", erläutert Stefan David, Geschäftsführer des Unternehmens. "Das Vorhaben war wegen der unterschiedlichen Rechtslagen und Sicherheitsbestimmungen beim grenzüberschreitenden Schienenverkehr eine gewaltige Herausforderung."

Die Züge starten bis Mitte August um 18.36 Uhr in Düsseldorf und erreichen Verona gegen zehn Uhr am nächsten Morgen. Die Rückfahrt aus Italien beginnt gegen 17 Uhr. Jeder Zug besteht neben der Lokomotive aus acht Doppelstocktransportfahrzeugen (für Autos, Quads, Motorräder), zwei Schlafwagen, fünf Liegewagen und einem Speisewagen. David: "Mehr Waggons sind aufgrund der Bahnsteiglänge in Düsseldorf nicht möglich, auch wenn die Nachfrage größer ist."

(RP)
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