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Düsseldorf: Autofahrer verursachen viele Staus selbst

Düsseldorf : Autofahrer verursachen viele Staus selbst

Nach unserem Ampelcheck nannten RP-Leser weitere Stellen, an denen es oft nicht läuft. Ursachen sind überlastete Straßen, Fußgängerüberwege, schlecht koordinierte Ampelschaltungen und die Unachtsamkeit der Menschen.

Vor allem die großen Verkehrsknoten bekamen von den RP-Lesern schlechte Noten. Mörsenbroicher Ei Diese Kreuzung ist in Wahrheit eine Kombination aus mehreren Kreuzungen und dazu chronisch überlastet. Es kommt immer wieder zum Klassiker: Autofahrer übersehen, dass sie die Kreuzung nicht passieren können, fahren hinein, kommen nicht hinüber und blockieren Sekunden später den querenden Verkehr. Die einzige Lösung wäre mindestens eine Überführung - aber eine Baustelle an diesem zentralen Verkehrspunkt würde für noch chaotischere Zustände sorgen.

 Die Ludenberger Straße, Richtung stadteinwärts. Von links kommt, zweispurig, der Pöhlenweg.
Die Ludenberger Straße, Richtung stadteinwärts. Von links kommt, zweispurig, der Pöhlenweg. Foto: A. Bretz

Wehrhahn/Schirmerstraße/Worringer Straße Eine komplizierte Verkehrsführung, die viele überfordert. Verschlimmert wird das Ganze noch durch baustellenbedingt verengte Spuren. Auch dort entstehen oft Blockaden durch Autos, die nicht weiterkommen. Das Linksabbiegen Richtung Grafenberger Allee ist nur über einen Kreisel möglich, der mit mehr als sechs Autos überlastet ist und neue Staus verursacht. Für die Busse, die vom Busbahnhof über die Worringer Straße zur Toulouser Allee wollen, ist die Abbiegespur zu schmal.

 Wehrhahn Richtung Schadowstraße: Ohnehin eng, oft auch noch zusätzlich behindert durch Baustellenfahrzeuge.
Wehrhahn Richtung Schadowstraße: Ohnehin eng, oft auch noch zusätzlich behindert durch Baustellenfahrzeuge. Foto: Bretz, Andreas (abr)
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Worringer Platz Die Bahn, die von der Ackerstraße kommend Richtung Bahnhofsvorplatz fährt, kann den Platz nicht komplett queren. Die letzten zehn Meter des hinteren Waggons ragen auf die Fahrbahn, sperren eine Fahrspur in Richtung Kölner / Erkrather Straße. Binnen kürzester Zeit staut sich der Verkehr zurück und bringt auch die Fahrzeuge zum Stehen, die von der Karlstraße kommen. Staufenplatz Der Verkehr Richtung stadteinwärts kann nach links (Grafenberger Allee) auf zwei Spuren rollen, nach rechts (Vautierstraße) führt jedoch nur eine Spur - die sehr schnell überlastet ist, so dass sich ein Rückstau bildet und die anderen Fahrzeuge behindert.

 Erkrather Straße: Die Bahn will Richtung Hauptbahnhof, kommt nicht weiter - und versperrt die rechte Spur.
Erkrather Straße: Die Bahn will Richtung Hauptbahnhof, kommt nicht weiter - und versperrt die rechte Spur. Foto: Bretz, Andreas (abr)

Münsterstraße/Toulouser Allee Stadteinwärts rollt der Verkehr zweispurig, aber auf der Überführung in Höhe des S-Bahn-Haltepunktes wird die linke Spur zur Abbiegespur auf die Toulouser Allee. Das ist nicht deutlich genug ausgeschildert, viele bemerken das zu spät - und behindern beim Spurwechsel den Verkehr. Heinrichstraße / Münsterstraße Auf der Münsterstraße stadtauswärts gibt es bereits vor dem ohnehin komplizierten Mörsenbroicher Ei (siehe oben) mindestens zwei Knackpunkte.

In Höhe der Autowaschanlage stehen wartende Fahrzeuge oft bis auf die Straße und blockieren den rechten Fahrstreifen, weil der Warteraum vor der Waschanlage während der Stoßzeiten zu knapp ist. Weiter vorne, in Höhe des Arag-Turmes, fließt der Rechtsabbiegeverkehr in Richtung Heinrichstraße nur schwer ab, da dort ein stark frequentierter Fußgängerüberweg parallel grün hat. Weil Fußgänger an dieser Stelle weit gehen müssen und viele Autofahrer es nicht wagen, auch Lücken zwischen Fußgängern zu nutzen (selbst wenn die groß genug, also risikolos sind) und lieber warten, kommen nicht selten lediglich zwei oder drei Autos um die Ecke.

(RP)