NRW-Forum zeigt ab 27. September das Auto in der Gegenwartskunst: 'Auto-nom' eröffnet eine neue Sicht auf das Auto

NRW-Forum zeigt ab 27. September das Auto in der Gegenwartskunst: 'Auto-nom' eröffnet eine neue Sicht auf das Auto

Düsseldorf (dto). Eine ganz neue Sicht auf des Deutschen liebstes Spielzeug eröffnet ab 27. September eine Ausstellung im NRW-Forum im Ehrenhof. 'Auto-nom' heißt die Schau und zeigt das Auto aus der Sicht der modernen und zeitgenössischen Kunst. Künstler wie Robert Rauschenberg, Andy Warhol und viel andere sind mit ihren Kunstwerken zum Thema Auto vertreten. Sie präsentieren das Auto als unabhängiges Objekt und thematisieren das Zusammenspiel von Form und Inhalt auf ungewohnte Weise.

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p class="text"><P>Düsseldorf (dto). Eine ganz neue Sicht auf des Deutschen liebstes Spielzeug eröffnet ab 27. September eine Ausstellung im NRW-Forum im Ehrenhof. 'Auto-nom' heißt die Schau und zeigt das Auto aus der Sicht der modernen und zeitgenössischen Kunst. Künstler wie Robert Rauschenberg, Andy Warhol und viel andere sind mit ihren Kunstwerken zum Thema Auto vertreten. Sie präsentieren das Auto als unabhängiges Objekt und thematisieren das Zusammenspiel von Form und Inhalt auf ungewohnte Weise.

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p class="text">Dadurch erfährt die Symbolik des Autos als Kulturgut mit seinen Bezügen zu Mobilität und Dynamik, aber auch zu Erotik und Macht eine inhaltliche Erweiterung. Automobile werden nicht in ihrer Konstruktion und Struktur gezeigt und auch nicht die technische Maschine mit Einspritzmotor, noch das Transportmittel, das Statussymbol oder das Designprodukt. 'Auto-nom' möchte eine Auseinanderstzung mit dem Objekt selbst anstoßen.

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p class="text">Die Konzeption der Ausstellung ist eine Referenz an die Arbeit des Philosophen Roland Barthes: 1952 begann er mit seinen Aufsätzen zu den ‘Mythen des Alltags'. Darunter ist die Beschreibung des PKWs bis heute die meist zitierte geblieben.

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p class="text">"Der neue Citroën" (aus dem Frühjahr 1953) wird von Barthes zum objet superlatif stilisiert; weder Maschine mit Einspritzmotor oder Transportmittel um von A nach B zu gelangen, noch Statussymbol oder Designprodukt. Das Auto wird zuallererst als Objekt verstanden. "Man darf nicht vergessen", schreibt Barthes, "dass das Objekt der beste Botschafter des Übernatürlichen ist: offen zeigt sich in dem Objekt sowohl Perfektion als auch Abwesenheit eines eigentlichen Ursprungs."

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p class="text">Insbesondere zwei Werke in der Ausstellung illustrieren diesen Ansatz besonders deutlich: Da ist zum Einen 'La DS' von Gabriel Orozco — ein Citroen DS, der längs so zerschnitten und wieder zusammengesetzt wurde, daß ein neues, pfeilartiges aber 'unbrauchbares' Objekt entstand. Und dann ist da noch die Arbeit 'Taxi' des Düsseldorfers Stefan Sous (Foto oben), der ein Auto in seine Einzelteile zerlegt und wie in einer Explosionszeichnung von der Decke des Ausstellungsraums abhängt.

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p class="text">Zum ersten Mal werden in dieser Ausstellung auch alle 'Art Cars' von BMW zusammen ausgestellt. Art Cars sind von Künstlerhand bemalte Autos: Seit 1975 Alexander Calder zum ersten Mal einen BMW Rennwagen bemalte, folgten Jahr für Jahr weitere Künstler wie Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Alexander Calder, Jenny Holzer oder David Hockney. Künstler, wie Robert Rauschenberg und Frank Stella, die mit Art Cars in der Ausstellung vertreten sind.

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p class="text">Zur Ausstellung 'Auto-nom' erscheint ein Katalog im Hatje Cantz Verlag zum Preis von EUR 16,90.

Die Ausstellung wird vom 27. September 2003 bis 04. Januar 2004 NRW-Forum (Ehrenhof 2, 40479 Düsseldorf) gezeigt. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 11:00 bis 20:00 Uhr, Freitag bis 24:00 Uhr.

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