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Austausch von Kulturen bei Afrika-Tagen in Düsseldorf

Festival in Düsseldorf : Austausch von Kulturen bei Afrika-Tagen

Bereits zum 14. Mal findet die dreitägige Veranstaltung im Freizeitpark an der Ulenbergstraße statt.

Am kommenden Wochenende finden zum 14. Mal die Afrika-Tage im Freizeitpark an der Ulenbergstraße statt. Der Verein „enije for Afrika“ richtet das dreitägige Fest aus und erwartet wieder viele Besucher. Als Martina Pophal, Vereinsmitglied bei „enije“, zuletzt mit Infobroschüren zu den Afrika-Tagen durch die Stadt lief, bekam sie von vielen Düsseldorfern bereits ein nettes und anerkennendes Lachen zurück. „Wir kommen sowieso, das ist doch klar“, war die häufigste Antwort, die sie zu hören bekam. Die Werbetrommel müssen die Veranstalter der Afrika-Tage nicht mehr so intensiv rühren. Immerhin geht das Fest bereits in sein 14. Jahr. 2018 kamen über 5000 Besucher in den Freizeitpark an der Ulenbergstraße. Auch in diesem Jahr verspricht das vielseitige Programm eine hohe Besucherzahl. Initiator der Afrika-Tage ist der Vorstandsvorsitzende Obja Adu. „Sein Ansporn war und ist es, den interkulturellen Austausch möglich zu machen. Und das geht nur mit Begegnungen der Kulturen. Deshalb wollte er einen Treffpunkt für den Dialog schaffen. Mit den Afrika-Tagen ist ihm das gelungen“, lobt Pophal die Idee.

Für das Rahmenprogramm setzen die Ausrichter des Vereins deshalb auch in diesem Jahr wieder auf viele traditionelle Angebote: einen afrikanischen Markt mit kulinarischen Köstlichkeiten, exotischen Getränken, einem Afro-Beauty-Zelt sowie Tanz- und Trommel-Workshops. Hinzu kommen mehr als zehn verschiedene Bands und Künstler, die an allen drei Tagen auf und vor der Bühne für Stimmung sorgen werden. „Es ist schön zu sehen, wie viele verschiedene Leute sich in den Zelten organisieren, um solch ein Programm auf die Beine zu stellen.“ Für den Trommelkurs, der am Samstag und Sonntag jeweils um 14 Uhr stattfindet, ist zum Beispiel Moussa Diallo zuständig. Der gebürtige Senegalese wurde seit seiner Kindheit in traditionellen, westafrikanischen Percussioninstrumenten, Rhythmen und Gesängen unterrichtet und arbeitet momentan mit dem Tanzhaus NRW zusammen.

Mit besonders großer Erwartungshaltung fiebert Martina Pophal, die im vergangenen Jahr auf dem Oberbilker Markt das interkulturelle Sommerfest ins Leben gerufen hat, dem neuen Kulturzelt bei den Afrika-Tagen entgegen. Am Samstag und Sonntag werden dort Schriftsteller, Künstler und Referenten aus Afrika ihre Werke und Arbeiten vorstellen und auf aktuelle Probleme und Herausforderungen hinweisen. Thematisch soll es in den Vorträgen und den Anschlussdiskussionen um die Demokratie in Afrika, Flucht und Fluchtursachen sowie die Migration gehen. Für die Diskussionen und Gespräche werden Vertreter verschiedener Organisationen vor Ort sein. Darunter der Eine-Welt-Beirat aus Düsseldorf, die Aidshilfe und das Programm „Demokratie leben“. „Das Kulturzelt ist in diesem Jahr das erste Mal bei den Afrika-Tagen. Für das kommende Jahr wollen wir das Ganze noch etwas größer aufziehen“, erzählt Martina Pophal, die als eine Art „Master of Ceremonies“ durch die Veranstaltungen bei den Afrika-Tagen leiten wird. Auf ein besonderes Highlight können sich die Besucher des Festes am Sonntag freuen. Wie schon in den vergangenen Jahren wird ab 10.30 Uhr ein traditioneller Gottesdienst mit Gospel abgehalten. Dann wird es auch wieder den Einzug der ghanaischen Könige geben, die bis zum Nachmittag am Fest teilnehmen werden.

Für Obja Adu, Martina Pophal und das gesamte Organisationsteam ist das große Fest natürlich eine Herzensangelegenheit. Dennoch ist solch eine große Veranstaltung auch mit viel Arbeit verbunden. „Es gibt jetzt schon eine To-do-Liste für die Afrika-Tage 2020. Die ersten Anträge müssen gestellt werden, die finanzielle Lage muss betrachtet werden. Da gilt: Nach dem Fest ist vor dem Fest“, sagt Pophal.