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Azubis in Düsseldorf: Ausbildung im Büro

Azubis in Düsseldorf : Ausbildung im Büro

Christian Steins (23) ist einer von fünf Auszubildenden, die bei Ranger Marketing eine Lehre zum Bürokaufmann absolvieren. Er beschäftigt sich mit Lohn- und Gehaltsabrechnungen und kümmert sich um die Finanzbuchhaltung.

Der Betrieb

Auf drei Etagen verteilen sich die Büroräume von Ranger Marketing in einem mehrstöckigen Gebäude am Seestern. Rund 2500 Kundenberater im Außendienst kümmern sich um verschiedene Energie-, Telekommunikations- und Handelsunternehmen. Christian Steins ist kein Berater, er ist angehender Bürokaufmann im dritten Lehrjahr. Er lernt, den Außendienst zu steuern. Der 23-Jährige ist im dritten Lehrjahr und einer von fünf Lehrlingen bei Ranger Marketing. 1992 wurde das Unternehmen von John Keller und Frank Rittmann gegründet und ist inzwischen in sieben Ländern in Europa vertreten. Der Düsseldorfer Standort beschäftigt 90 Mitarbeiter.

Die Bewerbung

Finanzen und Buchhaltung liegen Christian Steins im Blut. "Meine Mutter ist gelernte Buchhalterin", sagt er und entschied sich nach seinem Zivildienst für eine Ausbildung zum Bürokaufmann. "Weil ich zwischen Zivi und Lehre eine Lücke im Lebenslauf vermeiden wollte, habe ich in einer Schule für geistig Behinderte gearbeitet", erzählt der gebürtige Neusser. Und genau das hat Ausbilderin Bettina Kadelka imponiert. Zwar müssen die Bewerber auch gute Noten mitbringen und dürfen keine unentschuldigten Fehlstunden haben, vor allem sollten sie aber eine Vorstellung von ihrer Zukunft haben. Nach einer Vorauswahl wartete auf Steins ein schriftlicher Test, ein Einzel- und ein Gruppengespräch.

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Die Ausbildung

Zwar darf sich der angehende Bürokaufmann noch nicht allein um die Lohn- und Gehaltsabrechnungen der Mitarbeiter kümmern, er ist aber für die Vorbereitungen zuständig. "Ich registriere neue Mitarbeiter im System und sorge dafür, dass die Unterlagen da sind, damit auch alle pünktlich ihr Geld bekommen", erklärt Steins.

Angefangen hat der 23-Jährige in der Personalabteilung von Judith Arbogast. "Unter anderem durfte ich bei der Bewerbungsphase dabei sein", erinnert sich Steins. Für ihn sei es sehr spannend gewesen, einmal auf der anderen Seite eines Bewerbungsgesprächs zu sitzen, sagt er. Die Finanzbuchhaltung ist für den Neusser aber die interessanteste Abteilung. Bank- und Kassenbelege buchen, Zahlungsanweisungen vorbereiten und die Buchhaltung überwachen: "In der Praxis ist das Rechnungswesen wirklich spannend", findet Christian Steins.

Die Berufsschule

Christian Steins' Stundenplan dreht sich natürlich rund um das Büro. Zwar gehören Unterrichtsfächer wie Deutsch auch zum Lehrstoff, "wir interpretieren aber keine Gedichte", sagt der 23-Jährige. In Deutsch lernen angehende Bürokaufleute, einen Geschäftsbrief zu schreiben. In Organisationslehre steht der Computer im Mittelpunkt, und Bürowirtschaft befasst sich mit alltäglichen Abläufen im Büro. "Da wir ein amerikanisch angehauchtes Unternehmen sind, steht Englisch auch auf dem Programm", sagt Kadelka. Im Frühjahr 2013 wartet auf Christian Steins die Abschlussprüfung. "Wir bieten innerbetrieblichen Unterricht an und spielen Prüfungssituationen durch", sagt die Ausbilderin. "Schließlich sollen unsere Azubis mit einem guten Gefühl in ihre Prüfung gehen", fügt sie hinzu.

Die Zukunft

Ein paar Gedanken hat sich der angehende Bürokaufmann über die Zukunft schon gemacht, im Fokus stehe aber erst mal die Abschlussprüfung. "Natürlich hoffe ich auch, dass ich hier weitermachen kann", sagt er. Und die Chancen stehen gut für den 23-Jährigen, "denn wir übernehmen 63 Prozent unserer Lehrlinge", sagt Kadelka. "Immerhin stecken wir viel Zeit und Arbeit in unsere Azubis und sie kennen alle Abteilungen und Aufgaben", ergänzt sie.

(esc)