Düsseldorf: Aus Eifersucht Feuer gelegt

Düsseldorf: Aus Eifersucht Feuer gelegt

Seine Eifersucht auf einen Rivalen um die Gunst einer Frau wollte ein 28-jähriger Anstreicher Mitte 2016 mit lodernden Flammen besiegen. Mit einem Kanister voll Benzin schlich der unglücklich Verliebte damals spätnachts in ein 42-Parteien-Wohnhaus an der Klosterstraße und entzündete das Benzin vor der Tür einer Wohnung, in der sich der Rivale angeblich oft aufhielt.

Diese schwere Brandstiftung, die nur durch großen Zufall und aufmerksame Nachbarn ohne schwere Schäden ausging, brachte dem Feuerleger gestern beim Amtsgericht eine Haftstrafe von zweieinhalb Jahren ein. Im Prozess ließ der Angeklagte über seine Anwältin alle Vorwürfe bestätigten, aber zudem gab er an, damals "im Rausch" gewesen zu sein. Wodka und Bier und Drogen habe er konsumiert, bevor er gegen Mitternacht mit dem frisch gekauften Benzin das Feuer in dem Wohnhaus legte.

"Dass es da so viele Wohnungen gibt" - darüber habe er in dem Moment gar nicht nachgedacht. Weil ein aufmerksamer Nachbar aber das Feuerknistern vor der Wohnungstür und auch den Brandgeruch schnell bemerkt hatte, war es den Hausbewohnern gelungen, die Flammen selbst zu löschen. Menschen kamen nicht zu Schaden. Trotzdem entstanden damals an der Tür und dem Rahmen der betroffenen Wohnung Sachschäden von rund 10.000 Euro. Mit ihrem Hafturteil von zweieinhalb Jahren, das nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden kann, entsprachen die Richter dann dem Antrag der Staatsanwältin.

(wuk)