Augenarzt-Notdienstpraxis an der Uniklinik Düsseldorf geplant

Gesundheit in Düsseldorf : Augenarzt-Notdienstpraxis an der Uniklinik geplant

Angedacht ist eine Kooperation der niedergelassenen Ärzte mit der Uniklinik, wie die KV Nordrhein erklärt. Damit soll die Notfallversorgung in der Landeshauptstadt verbessert werden.

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein plant für den Sommer die Eröffnung einer zentralen augenärztlichen Notdienstpraxis an der Uniklinik, die in Kooperation mit der dortigen Klinik für Augenheilkunde betrieben werden soll. Schwere Notfälle könnten dann unmittelbar an die Augenklinik übergeben werden, erklärte die KV auf Anfrage. Die niedergelassenen Ärzte könnten „leichtere“ Beschwerden versorgen und so die Klinikärzte entlasten. Am bisherigen Standort des augenärztlichen Notdienstes in der Notdienstpraxis am EVK sei diese unmittelbare Anbindung an eine Fachklinik nicht vorhanden.

Zur allgemeinen Idee einer Portalpraxis von Uniklinik und niedergelassenen Ärzten hieß es, man stehe „einem sinnvollen Ausbau von Kooperationen“ mit Krankenhäusern offen gegenüber. „Wir sind sowohl mit der Uniklinik Düsseldorf als auch mit anderen Krankenhäusern der Stadt im Austausch und prüfen, wo und wie wir gemeinsam die Notfallversorgung der Patienten verbessern können.“

Der Ärztliche Direktor der Uniklinik, Frank Schneider, hatte den Vorschlag gemacht, in Kooperation mit niedergelassenen Ärzten einen „langen Tresen“ einzurichten, an dem Patienten entsprechend der Schwere ihrer Erkrankungen verteilt würden. Gesundheitsdezernent Andreas Meyer-Falcke hält die Idee für gut. „Natürlich wäre eine solche Praxis in einem großen Krankenhaus eine gute Sache“, sagte er. Eine Einrichtung am größten Krankenhaus ergebe Sinn, weil dort viele Patienten Hilfe suchten. Denkbar sei so etwas aber auch in anderen großen Kliniken der Stadt, etwa am EVK oder der Florence-Nightingale-Klinik.