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Auf der Lust auf Handwerk-Messe in Düsseldorf entdeckten Schüler Berufe

Düsseldorfer Ausbildungsmesse „Lust auf Handwerk“ : Handwerk lockt Schüler mit echten und virtuellen Erfahrungen

Mit der Ausbildungsmesse „Lust auf Handwerk“ luden die Kreishandwerkerschaft und die Kommunalen Koordination Düsseldorf Jugendliche dazu ein, 20 Handwerksberufe hautnah zu erleben. Am meisten begeisterten Virtual-Reality-Aktionen.

Hämmern, sägen oder virtuell auf ein Dach steigen: Bei der ersten Ausbildungsmesse „Lust auf Handwerk“ konnten Schüler 20 verschiedene Handwerksberufe kennenlernen – und erleben.

Schon auf dem Schulhof warteten einige Aussteller mit ihren Ständen auf die etwa 1.400 Schüler. Bei den Straßenbauern konnten die Jugendlichen im Führerhaus von Baggern Platz nehmen, bei den Dachdeckern ihre Schwindelfreiheit an einer Klettersäule oder auf einer Slackline beweisen. In der Turnhalle warteten die Maurer, bei dem die Jugendlichen eine eigene kleine Mauer bauen konnten. Das Highlight war jedoch der Stand mit der Virtual Reality-Brille. Dort konnten die Schüler erleben, wie es ist, auf dem Dach eines Hochhauses zu stehen. Aufgabe war es, ein paar Schritte zu gehen, ohne vom virtuellen Dach „herunterzufallen“. „Das hat sich wirklich real angefühlt“, sagt Daniel Berkuta aus der 8a der Dieter-Forte-Gesamtschule. „Man kann sich echt gut vorstellen, wie das sein muss, als Dachdecker zu arbeiten.“

Im Technikzentrum der Alfred-Herrhausen-Schule widmeten sich die Schüler eigenen handwerklichen Projekten. Bei den Metallbauern hämmerten sie aus Blech eine Rose. Bei den Tischlern fertigten sie den passenden Sockel, der bei den Malern und Lackierern bemalt werden durfte. Bei den Metallbauern wartete zudem ein weiteres Virtual-Reality-Projekt, bei dem die Schüler mit einem Simulator das Schweißen übten. „Das wird mittlerweile auch in der Ausbildung angewendet“, erzählt Schweißer Uwe Wessels.

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Organisiert hatte die Veranstaltung auf dem Gelände des Zentrums für Berufsorientierung und Übergänge (ZBÜ) und der Alfred-Herrenhausen-Schule die Kreishandwerkerschaft Düsseldorf in Zusammenarbeit mit der Kommunalen Koordinierung. „Wir stellen fest, dass immer mehr Schüler sich für das Gymnasium und ein Studium entscheiden“, sagt Stadtdirektor Burkhard Hintzsche. Von jährlich um die 1200 Ausbildungsplätze in Düsseldorf im Handwerk würden jedes Jahr zwischen 200 und 250 Plätze nicht besetzt, sagt Klaus Kremer, Kreislehrlingswart der Kreishandwerkerschaft Düsseldorf. Um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken, waren am Mittwoch Schüler der achten und neunten Jahrgangsstufen aller Schulformen zur Ausbildungsmesse geladen. An allen Ständen warteten neben Unternehmern und Meistern auch aktuelle Auszubildende. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sie oft einen besseren Draht zu den Jugendlichen haben“, sagte Kremer. Auch Schülerinnen wolle man vermehrt für die oft männerdominierten Handwerksberufe begeistern.