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Wirtschaft in Düsseldorf: Auch Weltleitmessen drupa und interpack werden verschoben

Wirtschaft in Düsseldorf : Auch Weltleitmessen drupa und interpack werden verschoben

Die Messe Düsseldorf hat neue Termine für zwei weitere ihrer Großveranstaltungen festgelegt – beide im kommenden Jahr. Mit der Hotellerie sei man in Kontakt, erklärte Messechef Werner Dornscheidt.

Die Messe Düsseldorf verschiebt nun auch ihre für später im Jahr geplanten internationalen Weltleitmessen interpack (Verpackungsmesse) und drupa (Druckereifachmesse) – und zwar auf das kommende Jahr. Die für Mai geplante interpack soll nun vom 25. Februar bis 3. März 2021 stattfinden, die für Juni angedachte drupa vom 20. bis 30. April 2021. Damit folge man der Empfehlung des Krisenstabs der Bundesregierung, bei der Risikobewertung von Großveranstaltungen die Prinzipien des Robert-Koch-Instituts zu berücksichtigen, teilte die Messe mit. Aufgrund dieser Empfehlung und der zuletzt deutlich gestiegenen Zahl von Infizierten mit dem neuen Coronavirus auch in Europa habe auch die Messe die Lage neu bewertet. Hinzu komme die Allgemeinverfügung der Stadt vom 11. März, in der Großveranstaltungen mit mehr als 1000 gleichzeitig anwesenden Teilnehmern generell untersagt werden.

„Die Entscheidung wurde in enger Abstimmung mit unseren Beiräten und Trägerverbänden getroffen“, betont der Vorsitzende der Messe-Geschäftsführung Werner M. Dornscheidt. Sie spiegele auch den Wunsch einzelner Branchen wider: „Als ihr Partner setzen wir im Moment alles daran, die wirtschaftlichen Einbußen unserer Aussteller zu reduzieren.“ Oberbürgermeister Thomas Geisel, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Messe Düsseldorf ist, sagt: „Die Stadt Düsseldorf hält sich an die Weisung der Landesregierung. Unser Ziel ist es, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, damit die Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens erhalten bleibt.“

Um der Verantwortung zur Gefahrenabwehr gerecht zu werden, musste das Unternehmen nach eigenen Angaben in erster Linie das bei Großveranstaltungen erhöhte Infektionsrisiko minimieren. Allerdings seien die Maßnahmen, die das Robert Koch-Institut eindeutig festgelegt habe, kaum durchführbar gewesen – beispielsweise eine Belüftung des Veranstaltungsortes, die dem Infektionsrisiko angemessen ist, der Ausschluss von Personen aus Risikogruppen sowie die flächendeckende Einrichtung von Eingangsscreenings. „Auch vergleichbare Maßnahmen waren und sind in Anbetracht der unvorhersehbaren rasanten Entwicklung und der Größenordnungen der verschiedenen Veranstaltungen von bis zu 60.000 Teilnehmern unzumutbar.“

Zuvor waren bereits die Veranstaltungen Beauty, Top Hair, Energy Storage Europe, ProWein, wire, Tube und SportsInnovation verschoben worden. Für einige davon stehen bereits neue Termine fest. Die noch ausstehenden Termine für die Energy Storage Europe und die SportsInnovation werde die Messe zeitnah bekanntgeben.

„Wir danken allen Partnern für die sehr gute Zusammenarbeit bei diesen schwerwiegenden und zeitkritischen Entscheidungen. Wir sind froh, dass gemeinsam so schnell Termine gefunden wurden, um allen Beteiligten größtmögliche Planungssicherheit geben zu können. Natürlich sind wir auch mit der Hotellerie und allen von den Verschiebungen betroffenen Branchen und Gewerken im engen Kontakt, um gangbare Lösungen zu finden“, so Dornscheidt.