Düsseldorf: Auch vor anderen Hochhäusern zerschellten Fenster

Düsseldorf : Auch vor anderen Hochhäusern zerschellten Fenster

Spektakuläre Fassadenschäden gibt es in Düsseldorf immer wieder – zum Glück kamen Menschen in keinem dieser Fälle zu Schaden.

Gap 15, das spektakuläre Hochhaus am Graf-Adolf-Platz, war noch nicht fertig, als es zum ersten Mal ins Netz musste: Eine heftige Windböe hatte ein 120 Kilogramm schweres Fenster aus der Verankerung gerissen und wie ein Blatt Papier durch die Luft getragen. Im siebten Stock des gegenüberliegenden Haus krachte das Gap-Fenster gegen ein Fenster, zerschellte am Boden. Alle 3500 Fenster des Hochhauses wurden kontrolliert, zwei Monate später fand man die Ursache für den Sturmschaden: Das Fenster hatte wohl offen gestanden, als es abgerissen wurde.

Im 17. Stockwerk eines Hochhauses an der Kaiserstraße zersprang ein vier Quadratmeter großes Fassadenteil und stürzte auf dem Gehweg. Seither sichert ein Netz teilweise die Fassade – und das kann noch eine Weile so bleiben, denn die Eigentümergemeinschaft und der Fassadenbauer streiten unter anderem um die Kosten für die Sanierung.

In der 14. Etage drückt starker Wind ein Fassadenteil am Stadttor ein. Weil es abzustürzen drohte, musste sogar der Rheinufertunnel gesperrt werden. Ursache damals: Ein Riss im Glas, der mit Spezialfolie abgedichtet worden war, die dem starken Wind nicht standhielt. Im selben Monat lösten sich bei starkem Wind auch ein Fensterteil am Gap 15 und ein Schallschutzelement am neu gebauten Justizzentrum.

Wieder Fenstersturz am Gap: Aus der Glasfassade lösten sich im Bereich der 16. Etage mehrere Teile, stürzten aus 60 Metern Höhe auf ein Glasvordach. Das blieb ganz, weil es aus Verbundglas besteht, weitere Fassadenteile gingen zu Bruch. Ursache: Das Glasteil war gerissen, Material-, Montage- und Konstruktionsmängel sollen daran schuld gewesen sein. Monatelang blieb das Gebäude danach in einem grünen Netz, bis die gerade fünf Jahre alte Fassade für 1,4 Millionen Euro saniert war.

(sg)
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