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Kommentar: Argumente aus dem Holzgewehr

Kommentar : Argumente aus dem Holzgewehr

Es ist in einer offenen und toleranten Gesellschaft ganz leicht, etwas gegen Schützen zu haben - schließlich entstammt die Tradition einer vordemokratischen Zeit. Diese Möglichkeit hat die Düsseldorfer Linke jetzt genutzt und auf Nachfrage bestätigt. Denn huch, da wird ja sogar geschossen und getrunken.

Und es gibt Vorurteile. Aber bitte, wie originell ist diese Kritik? Dann werden sicher auch Fußball, Karneval und natürlich auch die Mai-Demos, in deren Folge Autonome schon mal gerne gewalttätig werden, gleich mitverurteilt. Nein, diese Argumente sind selber vorurteilsbeladen und kommen aus dem Holzgewehr. Viel interessanter und positiv wäre es gewesen, wenn Die Linke ein Ja zum Zuschuss davon abhängig gemacht hätte, dass damit das vielfältige ehrenamtliche Engagement von Schützen gefördert wird, das übers Jahr stattfindet - bei der Unterstützung von Jugendlichen oder Senioren im Stadtteil. Und übrigens: Längst gibt es Schützenköniginnen - und eine Frau präsidiert über Düsseldorfs Schützen. uwe-jens.ruhnau@rheinische-post.de

(RP)