1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf

Düsseldorf: Arena: Streit von Stadt und Esprit geht ins Finale

Düsseldorf : Arena: Streit von Stadt und Esprit geht ins Finale

Der Streit zwischen dem Textilunternehmen Esprit und der Stadt Düsseldorf um das Namenssponsoring der Arena geht vor dem Landgericht ins Finale.

Stadt wie auch Esprit hätten zwar eine außergerichtliche Einigung im Streit um die Beendigung des Vertrages in Betracht gezogen. Offenbar ist jedoch das Tischtuch zwischen den Parteien nach einer öffentlichen Schlammschlacht zerschnitten. Esprit hatte den Vertrag über fünf Jahre, der erst in diesem Frühjahr ausgelaufen wäre, zum 1. Mai 2013 gekündigt. Die Stadt ihrerseits konterte und zog die Verlängerungsoption bis 2019.

Unter anderem fühlte man sich beim Eurovision Song Contest (ESC), bei dem das Esprit-Logo von der Halle verschwand, nicht fair und vertragskonform behandelt. Zudem soll die Stadt — so war aus Esprit-Kreisen zu hören — dem früheren Ausstieg der Ratinger Firma zugestimmt haben. Beides wird von der Stadtspitze völlig anders gesehen.

Wie sind die Verträge auszulegen? Die Kammer für Handelssachen ist vielleicht auch deswegen eine gute Adresse für das Verfahren, weil hier neben dem Vorsitzenden Richter zwei Laienrichter Recht sprechen, die ihren Hauptjob in der Wirtschaft wahrnehmen. Zwar geht es bei der Klage von Esprit allein um die Frage, ob der Vertrag beendet ist oder nicht, aber die Deutung dessen, welches Verhalten gerechtfertigt ist, dürfte eine wichtige Rolle spielen. So soll der Vertrag das Recht auf Kündigung einräumen, wenn es zwischen den Vertragspartnern zu mehrfachen, nicht abgesprochenen Ereignissen kommt.

Esprit hat, als Fortuna in der 3. Liga spielte, 800.000 Euro im Jahr bezahlt, in der 2. Liga 900 000 Euro. Die Erstliga-Saison 2012/13 muss noch ausverhandelt werden, dort sind laut Experten 1,2 bis 1,6 Millionen Euro möglich.

(RP)