Architekten präsentieren Entwürfe für Tetelberg-Projekt in Düsseldorf

Bauen in Düsseldorf : Architekten präsentieren ihre Entwürfe für Tetelberg-Projekt

Nach der Öffentlichkeitsbeteiligung am Dienstag will sich das Preisgericht am Mittwoch entscheiden. Bürgerinitiative lehnt Vorschläge der Verwaltung ab.

Nächster Schritt beim städtebaulichen Wettbewerb „Südlich Auf’m Tetelberg“: Die fünf Planungsbüros stellen am Dienstag, 1. Oktober, 18 Uhr, in der Aula der Hulda-Pankok-Gesamtschule, Brinkmannstraße 16, ihre überarbeiteten Entwürfe vor. Anschließend kommt am nächsten Tag das Preisgericht zusammen, um den besten Entwurf auszuwählen. Der Sieger­entwurf soll die Grundlage für das anschließende Bebauungsplanverfahren bilden. „Engagierte Bürger haben bereits bei der vergangenen Veranstaltung wertvolle Erkenntnisse und Ideen für die weitere Planung des Wettbewerbsgebiets eingebracht. Deswegen erwarte ich erneut einen anregenden Dialog mit der Nachbarschaft“, sagt Planungsdezernentin Cornelia Zuschke.

In Bilk soll nahe des Sternwartparks und unmittelbar südlich der Handwerkskammer ein neues Wohnquartier entstehen. Das städtebauliche und landschaftsplanerische Gesamtkonzept soll die Grundlage bilden für eine Wohnbebauung im Inneren des zehn Hektar großen Plangebietes sowie für die Entwicklungsziele, die seitens der Stadt zusätzlich verfolgt werden – ein Gymnasium mit Sporthalle an der Völklinger Straße und die Schaffung eines Gewerbe- und Dienstleistungsstandortes am Südring. Derzeit wird das Gebiet von gartenbaulichen und landwirtschaftlichen Nutzungen, Grabeland, sowie Brach- und Lagerflächen geprägt. Zudem befinden sich Kunst- und Kulturräume sowie ein Pferdepensionsbetrieb auf der Fläche.

Gerade um Letzteres hat es viel Aufregung gegeben. Das Kulturlabor von Klaus Wagenbach, Fafas Ponyranch und der Kreativraum Datscha sollten zunächst ganz weg und einem Büroriegel weichen, dann wurden Überlegungen laut, den Kultureinrichtungen neue Standorte im Plangebiet zuzuweisen und der Ponyranch eine Fläche in der Nähe anzubieten. Wagenbach und Mitstreiter hatten zuvor bereits eine Bürgerinitiative ins Leben gerufen. Von dem Vorschlag der Verwaltung ist diese enttäuscht. „Nichts soll erhalten werden. Das Kulturlabor und die Kreativoase Datscha sollen irgendwo zusammengepfercht auf dem Gelände einen neuen Platz erhalten. Ist ein solches Eilverfahren in Durchsetzung eines städtischen Großbauvorhabens mit nur einer Auftaktveranstaltung überhaupt demokratisch legitim?“, fragt Sprecher Benno Klissenbauer. Am heutigen Samstag hat die Bürgerinitiative Politik, Verwaltung, Architekten und Jury-Mitglieder eingeladen, sich kurz vor der Präsentation der Entwürfe noch einmal selbst ein Bild von der Kultur- und Naturoase zu machen.

Mehr von RP ONLINE