Düsseldorf: Arbeitslosenquote steigt im Januar auf 7,2 Prozent

Düsseldorf: Arbeitslosenquote steigt im Januar auf 7,2 Prozent

Der Kündigungstermin zum Jahresende und das Auslaufen befristeter Arbeitsverträge führten wie im Januar üblich zu einer Zunahme der Arbeitslosigkeit. "Dieser saisonale Anstieg bedeutet aber keine Unterbrechung der positiven Grundtendenz auf dem Düsseldorfer Arbeitsmarkt. Der Arbeitsmarkt befindet sich weiterhin in einer guten Verfassung", sagt Roland Schüßler, Chef der Agentur für Arbeit Düsseldorf. Die Unternehmen treibt jedoch die Sorge nach der Nachwuchssicherung um. Bislang haben sie der Agentur für Arbeit Düsseldorf mehr als 2.800 freie Ausbildungsplätze in 180 verschiedenen Berufen zur Besetzung mitgeteilt. "Die Schüler erhalten am Freitag die Halbjahreszeugnisse. Viele von ihnen haben sich noch nicht entschieden, wie es nach der Schule weitergehen soll. Die Studien- und Berufsberatung der Agentur für Arbeit Düsseldorf bietet persönliche Beratungen an und unterstützt bei der Bewerbung. Die Osterferien bieten sich für Schnupperpraktika in den Betrieben an", sagt Schüßler.

Insgesamt erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen in Düsseldorf von Dezember auf Januar um 827 auf 23.844 Personen. Es waren jedoch rund 1300 weniger Menschen arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr. Durch die Zunahme der Arbeitslosigkeit erhöhte sich die Arbeitslosenquote in Düsseldorf von 6,9 Prozent im Dezember auf jetzt 7,2 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote noch 7,7 Prozent.

Einige jüngere Menschen meldeten sich nach einer dreieinhalbjährigen Berufsausbildung arbeitslos. Ihre Chancen auf eine Beschäftigung seien gut. Der Markt suche anhaltend qualifizierte Kräfte. Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren ist um 34 auf aktuell 1423 angestiegen. Im Januar 2017 waren noch rund 1600 junge Menschen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote von jungen Menschen betrug Ende Januar 5,1 Prozent und lag damit unter der Gesamtarbeitslosenquote von 7,2 Prozent.

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Monatlich weist die Bundesagentur für Arbeit die Unterbeschäftigung in verschiedenen Betrachtungen aus. Die gesamte Unterbeschäftigung einschließlich der Zahl der gemeldeten Arbeitslosen betrug im Januar 34.006 Personen. Das sind 357 mehr als im Dezember und 1000 weniger als vor einem Jahr.

(tb)