1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf

Gema-Streit: Apollo: Bernhard Paul droht weiter mit Schließung

Gema-Streit : Apollo: Bernhard Paul droht weiter mit Schließung

Im Apollo sorgen die Äußerungen von Theaterleiter Ruud Steenhuisen in der RP vom Dienstag für Ärger. Chef Bernhard Paul widerspricht seinem Theaterleiter – es habe keinen Erfolg bei den Verhandlungen der Varietés am Montag gegeben.

Im Apollo sorgen die Äußerungen von Theaterleiter Ruud Steenhuisen in der RP vom Dienstag für Ärger. Chef Bernhard Paul widerspricht seinem Theaterleiter — es habe keinen Erfolg bei den Verhandlungen der Varietés am Montag gegeben.

Die Existenz des Apollo sei weiter bedroht. "Herr Steenhuisen war offenbar nach dem stundenlangen Gespräch mit der Gema erschöpft, anders kann ich mir seine Äußerungen nicht erklären", sagt Paul.

Bislang gebe es keine definitive Zusage der Gema, die die Rechte von Musikkomponisten vertritt, von der geplanten deutlichen Gebührenerhöhung für die Varietés abzusehen. Und auch die nun diskutierte geringere Erhöhung von 100 000 auf rund 150000 Euro Beitrag im Jahr sei für das Theater am Rheinufer existenzbedrohend. "Das Apollo schreibt ohnehin ein kleines Minus, das ich ausgleiche, da können wir überhaupt keine Erhöhung verkraften."

Seit Monaten laufen Diskotheken, Kneipen und Varietés Sturm gegen die geplante Erhöhung der Gema-Abgabe. Die Verhandlungen gestalten sich kompliziert, weil die Tarifstruktur der Gema sehr unübersichtlich ist und die Betroffenen zudem in verschiedenen Interessensverbänden organisiert sind, die einzeln verhandeln.

  • Düsseldorf : Apollo-Chefs verhandeln in Hamburg mit Gema
  • Schließung vom Tisch : Apollo-Chefs überzeugen Gema
  • Düsseldorf : Apollo-Chef Bernhard Paul reagiert gelassen auf Ärger mit Moulin Rouge
  • Düsseldorf : Apollo-Varieté feiert große Geburtstags-Gala
  • 13.11.2018, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Ein Transportschiff fährt
    Marode Wahrzeichen : Wie Düsseldorf um seine Rheinbrücken bangt
  • So sollte das Hochhaus Gateway am
    Bürotürme in Düsseldorf : Investor beerdigt Hochhausplan fürs „Gateway“

Paul ärgert sich, weil die Abgabe der Varietés an die Gema zehn Prozent der Ticketpreise betragen solle. Konzertveranstalter müssen seinen Angaben zufolge dagegen nur fünf Prozent zahlen. Paul hält das für ungerecht. "Die Leute kommen doch nicht in erster Linie ins Apollo, um Musik zu hören, sondern um Akrobatik und Zauberei zu sehen und gut zu essen. Die Musik ist nur Nebensache."

Paul stellt noch einen weiteren Punkt richtig. Sein Theaterleiter Steenhuisen hatte angekündigt, im Januarprogramm selbst Regie führen zu wollen. Dies sei nicht mehr geplant, weil Bernhard Paul sich entschlossen habe, selbst wieder in seinem Düsseldorfer Varieté zu wirken: "Im Januar werde ich selber Regie führen."

(ila/top)