Düsseldorf: Anwohnerin klagt über laute Laubbläser am Lessingsplatz

Düsseldorf : Anwohnerin klagt über laute Laubbläser am Lessingsplatz

Wenige Gartengeräte spalten die Öffentlichkeit derart wie der gemeine Laubbläser. Für die einen ist er ein nützliches Werkzeug, der mühsames Zusammenkehren überflüssig macht, für die anderen ist er schlicht eine Plage. So ist das auch am Lessingplatz, wo sich eine Anwohnerin besonders durch den Einsatz von Laubbläsern belästigt fühlt.

Im Juli bereits hat sie eine Eingabe an den Ordnungs- und Beschwerdeauschuss der Stadt gemacht, und auch nach mehreren Antwortbriefen, Kompromissvorschlägen des Gartenamtes, nach Anhörung der Awista-Reinigungsspezialisten inklusive eines Ortstermins konnten die von ihr angemahnten, "unzumutbaren" Umstände nicht beseitigt werden. So befasste sich gestern der Anregungs- und Beschwerdeausschuss mit dem Problem.

Und natürlich ging es um den Laubbläser an und für sich, aber auch um den richtigen Einsatz dieses Gartengeräts. "Es ist eine Abwägung zwischen Belastung durch Lärm einerseits sowie der deutlich höheren Gründlichkeit und Flächenleistung der Laubbläser, der verminderten Belastung der Awista-Mitarbeiter und den Straßenreinigungsgebühren andererseits", sagte ein Mitarbeiter des Umweltamtes. Mit dem Gartenamt einig war man, dass Laubbläser unverzichtbar sind. Auch seien Laubsauger keine Alternative, wie Messungen mit der FH Düsseldorf ergeben hatten, besonders sei bei ihnen die Feinstaubbelastung höher als bei den Bläsern.

Diskutiert wurde der Einsatz von Elektro-Laubbläsern, wie sie etwa in Frankfurt benutzt werden. Hier sah der Ausschuss einen Ansatzpunkt zur Lösung des Problems. Man regte also an, eher darauf zuzugreifen, da diese Geräte deutlich leiser seien. Allerdings stehen dem die deutlich höheren Anschaffungskosten im Wege. Nach und nach wolle man umstellen, so das Amt.

"Völlig unkontrolliert" wirbele Staub auf, beklagte die Anwohnerin. Regelmäßig sei der Platz in eine dichte Wolke gehüllt, und die ziehe in die Wohnungen. "Vor ein paar Minuten hielt ein Arbeiter wieder einmal das Gebläse genau auf meine Fensterfront", schrieb die Frau, die selbst krankheitsbedingt nicht anwesend sein konnte. Man habe mit dem Reinigungsteam geredet, die Laubbläser sorgsamer einzusetzen. Dampfstrahler, Wasser "oder der gute, alte Besen", wie von der Petentin angemerkt, seien keine Alternative zum Laubbläser, was auch ein Ortstermin verdeutlicht habe. Fotos gingen rum. Der Ausschuss empfahl einstimmig, sich des Problems grundsätzlich anzunehmen.

(RP)
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