Südring: Anwohner warnen vor Verkehrschaos

Südring : Anwohner warnen vor Verkehrschaos

Die Diskussion um die Verkehrsprobleme am Südring in Zusammenhang mit der Aldi-Planung geht in die nächste Runde: Die "Initiative Staufreier Südring" (SFS) informierte gestern auf der Fleher Straße mit einem Modell anschaulich über die Ursachen für den ihrer Meinung nach "vorhersehbaren Verkehrsinfarkt" am Südring. Außerdem präsentierte die SFS, zu der sieben Körperschaften mit 32 000 Mitgliedern gehören, Alternativen zum aktuellen Verkehrskonzept der Stadt. Demnach soll Aldi auch ohne neue Verkehrsprobleme realisierbar sein.

Zur Erinnerung: Ecke Aachener Straße/ Südring baut Aldi-Süd eine neue Filiale mit rund 200 Parkplätzen und eigener Zufahrt. Außerdem kommt der Fachmarkt "Lucky Bike" zurück. SFS und Stadt rechnen vor diesem Hintergrund mit mehr als 2000 zusätzlichen Autos, die Aldi anfahren. Ein Verkehrsgutachten hierzu liegt jedoch offenbar nicht vor. "Wir haben nachgewiesen, dass es schon heute große Verkehrsprobleme in der südlichen Aachener Straße gibt. Von dort aus kommen 70 Prozent der Autos", sagt Jürgen Borrmann, Sprecher der SFS.

Architektin Ute Groth vom Verein DJK TuSA 06 erläuterte die aktuelle Situation, die städtischen Planungen und das Konzept der SFS am Modell: So werden die zusätzlichen Pkws gemeinsam mit Lkws, weiteren Autos, Fahrradfahrern und der Straßenbahnlinie 712 den Rückstau auf der Aachener Straße in beiden Fahrtrichtungen verstärken. Besonders die geplanten Haltestellenverlegungen 2015 stadteinwärts näher an die Aldi-Zufahrt und -auswärts vor das Altenheim führten "zu untragbaren Wartezeiten für den Aldi-Abbiegeverkehr". Die SFS schlägt vor, die Haltestelle Südring stadtauswärts (bei der Koreanischen Kirche) und stadteinwärts (gegenüber Altenheim) zu belassen und dort bestehenden Parkraum zugunsten der fahrenden Autos umzuwidmen. Stadteinwärts müsse die Haltestelle mit einer Mittelinsel ausgestaltet werden, wie sie im Stadtbereich mehrfach zu finden sind. Bislang hat die Stadt nicht auf diese Pläne reagiert. Eine Stellungnahme seitens des Verkehrsdezernates war gestern ebenfalls nicht zu erhalten.

(hgc)
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