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Angriff in Düsseldorf: Angeklagte schweigen zum Vorwurf der versuchten Tötung

Angriff vor Düsseldorfer McDonald's : Angeklagte schweigen zum Vorwurf der versuchten Tötung

Der Vorwurf wiegt schwer: Vier Männern, darunter einer aus Dormagen, wird vorgeworfen, im Oktober vergangenen Jahres vor einer McDonald's-Filiale an der Graf-Adolf-Straße in Düsseldorf einen Mann schwer verletzt zu haben.

Beim Prozessauftakt am Donnerstag vor dem Landgericht in Düsseldorf hüllten sich die Angeklagten in Schweigen. Am Freitagmittag geht es in die zweite Verhandlungsrunde.

Nach Angaben einer Gerichtssprecherin äußerte sich das Quartett nicht zur Sache selbst. Nur einer von ihnen machte Angaben zu seiner Person. Allerdings, so kündigten die drei anderen Angeklagten an, dass sie alle noch etwas sagen wollen. Ob das heute der Fall sein wird, ist unklar.

Es geht um diesen Fall: In der Nacht zum Samstag im vergangenen Oktober wurden ein 23 und ein 39 Jahre alter Mann vor der Filiale der Schnellrestaurant-Kette von einer Gruppe Männern angegriffen. Die Polizei hatte damals angegeben, dass sich Opfer und Täter, in Deutschland geborene Männer türkischer Herkunft bzw. mit deutsch-griechischer Staatsangehörigkeit, vorher gekannt und verabredet hatten. Einer der fünf Männer war ein 29 Jahre alter Mann aus Dormagen, die anderen wohnten in Düsseldorf. Einem Angeklagten wird vorgeworfen, mehrfach auf sein Opfer mit einem Messer eingestochen zu haben. Ein anderer soll mit einem Teleskopschlagstock auf das selbe Opfer eingeschlagen haben, und der Dormagener soll schließlich etwa 20 Mal auf das Opfer eingetreten haben.

Die fünf Tatverdächtigen waren in zwei Autos geflohen, vier konnten aufgrund präziser Angaben von Zeugen wenige Stunden später festgenommen werden. Ein weiterer stellte sich freiwillig, nachdem seine Wohnung durchsucht worden war. Dem fünften Beteiligten konnte keine direkte Tatbeteiligung nachgewiesen werden.

(schum)