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Amtsgericht Düsseldorf: Zwei Männer wegen Millionenbetrugs angeklagt

Prozess vor Amtsgericht Düsseldorf : Zwei Männer wegen Millionenbetrugs angeklagt

Zwei Angeklagte sollen Kunden einer Düsseldorfer Bank um eine Million Euro betrogen haben. Ihnen wird seit Montag vor dem Amtsgericht der Prozess gemacht. Sie selbst beteuern ihre Unschuld.

Die Anklage hält die 29 und 38 Jahre alten Männer aber für verdächtig, sich vor mehr als fünf Jahren heimlich an Konten von mindestens 24 Kunden bedient zu haben. Der jüngere war damals Filialleiter jener Bank, der andere habe beste Kontakte zu griechischen Banken.

Doch beide versichern, sie hätten mit der Betrugsserie nichts zu tun gehabt. Trost für die Kunden: Alle Beträge, die durch fingierte Überweisungen zunächst abgezweigt worden waren, sollen zurückgebucht worden sein. Ein Urteil steht noch aus.

Laut Anklage sitzen hier zwei geschickte Schwindler vor Gericht, die Ende 2014 und Anfang 2015 trickreich die Konten wohlhabender Bankkunden angezapft haben.

Der Ex-Filialleiter habe Überweisungen mit gefälschten Unterschriften der Kunden durchgewinkt, der Komplize habe Zugriff auf Empfängerkonten gehabt und geplant, die Gelder nach Griechenland zu schaffen. Doch das misslang.

Und das schreibt sich der jetzt angeklagte Ex-Banker auf die Fahne: Er habe vom Schwindel durch Kundenbeschwerden erfahren, sei damals sofort tätig geworden, habe „mit meinem Team“ alle Überweisungsbeträge zurückgeholt. Wer unter seiner Computer-Kennung damals die Kundenkonten ausgespäht hatte (ob genug Deckung darauf war), könne er nicht sagen: In der engen, kleinen Bankfiliale in Friedrichstadt sei es üblich gewesen, dass alle Kollegen die Computer nutzen.

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Auch der mitangeklagte Makler zuckte zur Anklage nur mit den Schultern: Er habe damals mit seinem (2015 gestorbenen) Vater eine einheitliche Mail-Adresse benutzt, der Vater sei oft nach Griechenland gependelt – aber als Sohn habe der Angeklagte keine Vollmachten über Fremdkonten gehabt, habe auch keine eröffnet, um Beutegelder dorthin zu überweisen.

Das Gericht will mit Zeugenaussagen und durch Prüfung von Indizien nun klären, ob es sich bei den Angeklagten wirklich um Unschuldige handelt. Der Prozess geht in einer Woche weiter.