Amtsgericht Düsseldorf: Teenager soll Waren im Wert von 850 Euro bestellt haben

Amtsgericht Düsseldorf : Teenager soll Waren im Wert von 850 Euro bestellt haben

Ein 13-Jähriger soll in Abwesenheit seiner Mutter per Internet 14 Bestellungen aufgegeben und Waren für fast 850 Euro geordert haben.

Das trug der Anwalt der Mutter gestern beim Amtsgericht vor. Dort war die allein erziehende 48-Jährige jetzt nämlich als angebliche Serienbetrügerin angeklagt, weil alle Bestellungen über ihren Computer gelaufen und zu ihrer Adresse geliefert worden waren.

Laut Anwalt müsse ihr Sohn die Abwesenheit der Mama während ihrer Arbeitszeit ausgenutzt haben, die Waren bestellt und die Pakete dann auch abgefangen haben. Dem werde jetzt aber ein Riegel vorgeschoben, die Mama will den Sprössling nachmittags betreuen lassen, damit er keinen Blödsinn mehr anstellen könne.

Rätselhaft ist, warum der Junge nicht jugendtypische Waren wie Computerspiele oder Markenkleidung geordert haben soll, sondern Briefmarken und Jalousien geordert und mehrfach Druckaufträge für Broschüren erteilt haben soll.

Ein Internet-Händler meint gar, er habe  „mal mit der Mutter telefoniert“. Ob das aber auch deren Sprössling war, der sich vorm Stimmbruch als seine Mutter ausgab, will der Richter nun  prüfen. Um den Internet-Händler als Zeugen zu hören, wurde der Prozess zunächst vertagt.

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