Amtsgericht Düsseldorf: Angeklagte um Altstadt-Prügelei freigesprochen

Amtsgericht Düsseldorf : Angeklagte in Prozess um Altstadt-Prügelei freigesprochen

Mit Freisprüchen gegen vier Angeklagte hat das Amtsgericht Düsseldorf am Mittwoch den Prozess um eine schlimme Altstadt-Prügelei beendet.

Vor zwei Jahren hatte es an der Ratinger Straße wegen eines Wildpinklers frühmorgens einen Disput gegeben. In dessen Verlauf war ein Handwerker (32) dann von vier Männern attackiert und so schwer verletzt worden, dass er einen Genickbruch erlitt und seither nicht mehr arbeitsfähig ist.

„Mein Leben wurde zerstört“, beschrieb er seine Lage im Prozess. Ob aber die vier Angeklagten (29 bis 33 Jahre alt) jene Angreifer gewesen sind, konnte laut Urteil nicht mit letzter Sicherheit festgestellt werden.

Damals hatte ein Mann im Freien uriniert, worüber sich eine Passantin (28) abfällig äußerte. Als der Wildpinkler gegen die Frau losstürmte, griff ihr Begleiter (32) ein. Sofort danach war dieser Helfer aber von drei weiteren Kumpanen des Wildpinklers umringt, zu Boden geschlagen, getreten und verprügelt worden. Das Opfer erlitt neben dem Wirbelbruch im Genickbereich noch ein Schädel-Hirn-Trauma sowie Hämatome.

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Die vier Angeklagten waren später von der Polizei ermittelt worden. Doch die Familienväter, die völlig unbescholten sind, hatten stets zu den Vorwürfen geschwiegen. Trotz aller Versuche des Amtsgerichts, die damaligen Abläufe aufzuklären, war dem Quartett eine Tatbeteiligung nicht nachzuweisen.

Die Staatsanwältin war dagegen bei drei der Angeklagten von deren Schuld überzeugt, hatte Haftstrafen zwischen drei Jahren und dreieinhalb Jahren gefordert. Nur beim vierten Mann hatte sie für einen Freispruch plädiert.

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