Düsseldorf: Alyssa ist "ganz entspannt"

Düsseldorf: Alyssa ist "ganz entspannt"

Der kommende Sonntag ist für die achtjährige Alyssa ein besonderer Tag. Denn dann feiert das Mädchen seine Erstkommunion, auf den sie sich in den vergangenen Monaten intensiv vorbereitet hat.

Christiane Basak hat dieser Tage viel zu tun. Von der Dekoration des Hauses bis hin zum Kuchenbacken gibt es für Sonntag einiges zu organisieren. Denn am Sonntag wird ihre achtjährige Tochter Alyssa erstkommuniert. "Es ist fast wie eine kleine Hochzeit", erzählt sie. Für das große Fest sind sogar Alyssas Großeltern sowie Tante und Cousin aus den USA angereist. Denn Alyssas Vater Robert ist gebürtiger US-Amerikaner.

Alyssa lässt sich dagegen von der Hektik nicht anstecken. Obwohl die Kommunion am Sonntag ihr großer Tag ist. "Ich bin ganz entspannt", berichtet sie. Schließlich ist sie auf den Empfang ihrer ersten Kommunion bestens vorbereitet. Knapp ein halbes Jahr lang traf sie sich mit anderen Kindern jeden Samstag in der Gemeinde Sankt Maria in den Benden zum Kommunionsunterricht, um etwas über Gott, Glauben und die Bibel zu lernen. Dabei lernte sie unter anderem, das Vaterunser zu beten und das Kreuzzeichen richtig durchzuführen. Alles in spielerischer und kindgerechter Form.

Einmal war jedoch selbst die sonst so entspannte Alyssa ein wenig aufgeregt: vor ihrer ersten Beichte. "Ich wusste erst gar nicht, was ich erzählen soll", sagt sie. Doch am Ende war die Sorge unbegründet. "Es war einfach nur ein Gespräch", fasst sie ihre Erfahrung zusammen. Doch der Kommunionsunterricht hat sie nicht nur richtiges Beten und Beichten gelehrt, sondern sie auch zum Nachdenken über Glauben und Gott gebracht. "Früher dachte ich immer, dass sich jemand die Bibel einfach ausgedacht haben könnte", sagt sie, "doch dann habe ich gelernt, dass es darum geht, daran zu glauben."

Deshalb ist die Kommunion am Sonntag für sie auch ein ganz besonderer, wenn auch sehr strikt durchgetakteter Tag. Vor dem Gottesdienst um elf Uhr kommt noch eine Freundin ihrer Mutter, um ihr die Haare zu machen. Und dann darf sie auch endlich ihr Kleid anziehen, was für ein Mädchen in ihrem Alter eine besondere Bedeutung hat. Das Kleid hat sich Alyssa selbstverständlich selbst ausgesucht. "Ich mag es, weil es so viele Rosen hat", erzählt sie.

Der Gottesdienst selbst ist noch einmal sehr außergewöhnlich, da er von der Gemeinde individuell für die Kinder gestaltet wird. So haben Pastoralreferent Martin Kürble und Pamela König eigens für den Tag unter dem Titel "Wir sind beste feste Freunde" ein eigenes Lied komponiert und geschrieben. Auch für die Oblaten hat sich die Gemeinde etwas Besonderes einfallen lassen, denn diese wurden im Vorfeld von den Kindern selbst gebacken. Den Ablauf der Heiligen Kommunion haben die Kinder vorher mehrfach geprobt, so dass am Sonntag eigentlich nichts mehr schieflaufen kann.

Den Rest des Tages verbringt Alyssa dann weitestgehend im Kreise der Familie, bis um 18 Uhr noch einmal ein Abendgebet ansteht. Auch der Tag danach ist für Alyssa noch einmal ein außergewöhnlicher. Nicht nur wegen eines Dankesgottesdienstes und einer weiteren kleinen Feier mit Nachbarn und Freunden, sondern vor allem weil Alyssa an diesem Tag schulfrei hat.

Zuletzt hat die Achtjährige bei ihrer Kommunion noch etwas Anderes, auf das sie sich freut: Geschenke. Ein Teil ihres Kommunionsgeldes ist nämlich schon fest verplant. "Ich will mir eine Taschenkamera kaufen", sagt sie. Denn zusammen mit ihrem Vater teilt sie die Leidenschaft für Fotografie.

(RP)