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Altes Kino in Düsseldorf-Eller soll abgerissen werden

Immobilien in Düsseldorf : Entscheidung über Abriss des alten Kinos steht an

Die Bauaufsicht will zwei Gebäude an der Gumbertstraße in Eller abreißen lassen, da sie nicht erhaltenswert seien, Stadtteilaktivisten wehren sich dagegen. Jetzt hat die Politik das letzte Wort.

In der Sitzung der Bezirksvertretung 8 am Donnerstag, 12. Mai, um 17 Uhr im Schützenhaus an der Heidelberger Straße 4 steht erneut der mögliche Abriss der Häuser Gumbertstraße 151 und 153 auf der Tagesordnung. Der Punkt wurde bei der vergangenen Sitzung vertagt, da die Politiker den Ausführungen der Bauaufsicht, die nach Abwägung keine Bedenken gegen den Abbruch hatte, zwar Glauben schenkten, aber vorerst dann doch lieber noch einmal Beratungsbedarf (CDU) anmeldeten.

Die Gebäude – ein ehemaliges Bekleidungsgeschäft in dem früher einmal ein Kino untergebracht war sowie das noch geöffnete Restaurant Sarajevo – weisen nach Ansicht der Verwaltung trotz Erhaltungs- und Gestaltungssatzung für diesen Bereich keine erhaltenswerten Eigenschaften auf, da es mehrfach Umbauarbeiten gegeben habe, es sich zum Teil sogar um eine „Notbebauung aus der Nachkriegszeit“ handeln würde.

Eine Sanierung sei allein schon aus Platzmangel und aufgrund vorhandener Bauschäden und der verwendeten Baumaterialien (teilweise Asbest) nahezu unmöglich. Auch eine prägende Wirkung gehe von den Gebäuden nicht aus, die denkmalrechtliche Zustimmung für einen Abriss würde ebenfalls vorliegen.

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Die „neue“ Beschlussvorlage weist keine wesentlichen Änderungen zur alten auf, und genau das kritisieren die Eller Stadtteilaktivisten, die sich für einen Erhalt der Häuser einsetzen. „Wir hätten uns gewünscht, dass die Verwaltung die fehlerhafte Sachdarstellung und Begründung korrigiert und den Antrag auf Beseitigung der Gebäude für die Wiedervorlage neu bewertet“, sagt Ulrich Brzosa.

Er hatte im Nachgang zu der März-Sitzung die Darstellung der Verwaltung im Hinblick auf Zeitpunkt der Errichtung, Art der Zerstörung während des Krieges, Vorhandensein von Stilelementen und nicht zuletzt der Frage, ob von den Gebäuden eine prägende Wirkung für den Stadtteil ausgeht, hinterfragt und aus seiner Sicht korrigiert. Jetzt obliegt es den Politikern, zu entscheiden, ob ein Abriss die für alle beste Lösung ist. Denn Fakt ist auch: Die Bezirksvertretung hat einem Neubauvorhaben an der Gumberstraße längst zugestimmt.

Anmerkung der Redaktion: In einer älteren Version des Artikels war noch zu lesen, dass das Restaurant Sarajevo, das in einem der betreffenden Häuser zu finden ist, bereits geschlossen sei. Das trifft nicht zu.