Kommentar: Alternativen genau prüfen

Kommentar : Alternativen genau prüfen

Wer sich gefragt hat, warum der 2013 eingeführte Rechtsanspruch auf einen U 3-Betreuungsplatz in Düsseldorf am Ende doch nicht die befürchteten Klagen frustrierter Eltern nach sich gezogen hat, weiß nun mehr.

Die Landeshauptstadt tut viel, wenn es um ihr Image als familienfreundliche, Fachkräfte anziehende Metropole geht. Im Zweifel greift sie in die Stadtkasse und zahlt Eltern die private Kita. Solange Kapazitäten in den öffentlich geförderten Einrichtungen fehlen, ist dies nicht verwerflich.

Allerdings sollte die teure Lösung erst dann greifen, wenn es tatsächlich - auch im Bereich der deutlich günstigeren Tagespflege - keine Alternative gibt. Alles andere wäre ungerecht gegenüber den nicht zuschussberechtigten Eltern. Jörg Janßen

(RP)
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