Allwetterbad in Düsseldorf-Flingern: Bauarbeiten auf der Zielgeraden - Eröffnung 2020

Neues Schwimmbad in Düsseldorf : Jetzt beginnt im Allwetterbad Flingern der Feinschliff

Die Bauarbeiten am neuen Kombibad in Düsseldorf-Flingern liegen im Zeitplan. Bereits im Februar 2020 wird das Hallenbad eröffnet, im Mai soll dann das Freibad folgen.

Diese Woche beginnen auf der Baustelle im neuen Hallenbad am Flinger Broich die Fliesenarbeiten. Daran, dass die Handwerker damit erst im August fertig sind, lässt sich ablesen, wie viele Fliesen verlegt werden müssen.

Zwei durch einen Mittelweg getrennte 25-Meter-Becken entstehen, zusätzlich wird es zwei Lehr- und Übungsbecken geben. Nur das Becken mit Drei-Meter-Plattform und Ein-Meter-Brett hat keinen Hubboden, bei den drei anderen lässt sich die Wassertiefe von null bis 3,50 Meter an die Anforderungen anpassen. Ob Kleinkind oder Erwachsener, Schwimmer, Taucher oder Teilnehmer von Reha-, Mutter-Kind- und Wassergymnastikkursen, die Bodenplatten der Becken können hoch- und heruntergefahren werden.

Den Mittelgang zwischen den beiden großen Hallenbadbecken erklärt Roland Kettler, Geschäftsführer der Bädergesellschaft, mit dem schulorientierten Nutzungskonzept: „Eine Aufsicht ist so sehr viel einfacher.“

Prinzipiell sei natürlich schon ein Parallelbetrieb vorgesehen, „allerdings wird das Hallenbad tagsüber von Montag bis Freitag vor allem für Schulen reserviert sein“, verweist er auf den Düsselstrand, wo dann auch die Öffentlichkeit jederzeit schwimmen kann.

Den weitgehenden Neubau des Allwetterbades in Flingern lässt sich die Stadt grob 26,4 Millionen Euro kosten. Bereits im Februar nächsten Jahres soll der Betrieb im Hallenbad aufgenommen werden, im Mai folgt dann auch die Eröffnung des Freibades.

Es fließen viele innovative Ideen in die Errichtung des Kombibades. Dass etwa die Lehrbecken schalltechnisch und auch thermisch voneinander getrennt sind oder an der Decke der Schwimmhalle Akustikelemente installiert sind, ist für den Schwimmbadbau nicht unbedingt die Regel. „Wir wollen keine Halligkeit wie in einer Kathedrale“, sagt Architekt Heinrich Blass.

Er verweist auch auf den großzügig angelegten Umkleidebereich mit 490 Schränken und 16 Sammelumkleiden. „Für die etwas genanteren Personen gibt es noch mal Einzelkabinen“, fügt Blass hinzu. Verschiedene räumliche Bypässe würden zudem sicherstellen, dass ebenso Nutzer, die ausschließlich ins Freibad wollen, sich innen umziehen und duschen können.

Eine Treppe im Foyer führt außerdem in die obere Etage, wo sich auf 1000 Quadratmetern die Physiotherapiefläche ausbreitet. „Wir vermieten, an wen, steht auch schon fest, die wollen das aber lieber selbst nach außen kommunizieren“, erklärt Kettler.

Im Keller wiederum ist die Technik untergebracht, „hier gehen 40 Prozent der Kosten rein“, erläutert der Geschäftsführer der Bädergesellschaft. Aktuell werden die Rohrleitungen verlegt, die Lüftungswege vorbereitet, die riesigen Filteranlagen stehen schon an ihrem Platz. Das „abgebadete“ Wasser fließt über eine Überlaufrinne ins untere Reich des Bades und wird nach der Filterung wieder in den Wasserkreislauf eingespeist. Desinfiziert wird im Kombibad in Flingern übrigens noch ganz klassisch mit Chlorgas.

Parallel laufen draußen die Arbeiten am Freibad. Das 50-Meter-Becken ist noch das alte, ebenso der Bereich für den Sprungturm. Das Nichtschwimmerbecken wird komplett neu angelegt und zudem gedreht, so dass im Vergleich zu früher die Orientierung etwas schwerfällt.

Auch Planschbecken und Wasserspielplatz werden neu angelegt. Kettler ist jedenfalls zuversichtlich, dass die Arbeiten wie geplant im nächsten Jahr abgeschlossen werden können. „Wir liegen voll im Zeitplan.“

Auch finanziell bewege man sich im Rahmen, bestätigt Sportdezernent Burkhard Hintzsche. 75 Millionen Euro sind für das bis 2020 angelegte Bäderkonzept eingeplant. Mögliche Kostensteigerungen glaubt Hintzsche durch Vermarktungserlöse auffangen zu können: „Nicht hier in Flingern, aber beispielsweise im Linksrheinischen an der Lütticher Straße.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: So wird das Allwetterbad in Düsseldorf-Flingern 2020 aussehen

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