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"Marktkonsolidierung im Low-Cost-Segment": Airport Düsseldorf übernimmt V-Bird-Kunden

"Marktkonsolidierung im Low-Cost-Segment" : Airport Düsseldorf übernimmt V-Bird-Kunden

Düsseldorf (dto). Nachdem die niederländische Billigfluggesellschaft ihren Flugbetrieb in Weeze einstellen musste, werden sowohl am Freitag als auch am Wochenende zahlreiche V-Bird-Kunden in Düsseldorf erwartet. Zwei Shuttle-Busse des Düsseldorfer Flughafen verkehren zwischen dem Flughafen am Niederrhein und Düsseldorf. Die Fluggesellschaft dba wird insbesondere auf den Strecken nach München und Berlin einen Teil der Passagiere übernehmen.

"Unser Ziel ist es, den gestrandeten Passagieren schnelle Unterstützung zu bieten", so Düsseldorfs Airport-Chef Rainer Schwarz. Die Information der Passagiere in Weeze sowie die Koordination muss jedoch vom Flughafen Niederrhein erfolgen. Die Einstellung des Flugbetriebs der Fluggesellschaft V-Bird hat Schwarz nicht überrascht: "Dies ist der erwartete Beginn der Marktkonsolidierung im Low-Cost-Segment", kommentiert Rainer Schwarz die Entwicklung.

Mindestens 3.000 Kunden der holländischen Billigfluglinie V-Bird haben ihre Flüge am Freitag nicht antreten können. Das in Maastricht ansässige Unternehmen mit Heimatflughafen Weeze am Niederrhein nahe der holländischen Grenze stellte am Morgen um 04.30 Uhr den Betrieb ein. Als Begründung gab Sprecherin Claudia Maria Hövel Finanzprobleme an. Der niederländische Finanzier Erik de Vlieger habe Donnerstagnacht Verhandlungen über eine zusätzliche Gelder unerwartet abgebrochen.

Der Flughafen Weeze, der sich "Airport Düsseldorf - Prefecture Weeze" nennt, bedauerte die Entscheidung von V-Bird. "Wir verlieren in der Wintersaison damit rund 50 Prozent unseres Angebots", erklärte Flughafen-Geschäftsführer Alex van Elk. Der Flughafen sei bereits im Gespräch mit anderen Anbietern und arbeite daran, die entstandene Lücke baldmöglichst zu schließen. V-Bird steuerte von Weeze aus 17 Ziele an, unter anderem Stockholm, Helsinki, Grand Canaria und Fuerteventura.

Der Düsseldorfer Flughafen-Chef verwies zudem darauf hin, dass der Flughafen Weeze auf die massive Unterstützung der öffentlichen Hand angewiesen sei Über 20 Millionen Euro seien bislang geflossen. "Wo Airlines keinen attraktiven Markt finden, werden letztlich durch Subventionen gekaufte Verkehre langfristig nicht zum Erfolg führen", meinte Schwarz.