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Äthiopisches Ambiente in Düsseldorf-Gerresheim

Kommen und Gehen in Düsseldorf : Äthiopisches Ambiente an der Benderstraße

Lucy Abyssinia ist von Flingern nach Gerresheim gezogen. Damit kehrt in das alte Bogart’s, das jahrelang leerstand, endlich wieder Leben ein.

Es war eine schöne Zeit in Flingern, aber es war auch an der Zeit für einen Wechsel. Das äthiopische Restaurant ist von der Lindenstraße an die Benderstraße nach Gerresheim gezogen, und das in ein Ladenlokal im Stadtteil, das eine wechselhafte Geschichte hinter sich hat. Denn an der Ecke Am Poth war früher das Bogart’s, dort gab es legendäre Konzerte und Lesungen, Karnevals- und Halloween-Partys. Lange ist’s her, denn seit vielen Jahren wurde das Lokal allenfalls kurzfristig für Veranstaltungen geöffnet.

Jetzt ist wieder Leben eingekehrt, dafür wird Mestawet Belachew Weldeyes schon sorgen, denn der neuen Hausherrin ist quasi die gesamte Familie gefolgt. Mit dabei: Sohn Gedion Yilma Kebede, der auch beim Umbau mit angepackt hat, und es gab einiges zu tun. Und natürlich dominieren jetzt die äthiopischen Landesfarben im Restaurant, und man blickt auf viele weitere Details, die das afrikanisch anmutende Ambiente, das ebenfalls Kultur und Historie widerspiegeln soll, abrunden.

„Wir planen noch eine Foto-Galerie“, erzählt Kebede. Genug Platz ist ja nun da, denn die Familie hat sich von 65 auf 150 Quadratmeter mehr als verdoppelt. Kebede hat das Kochen natürlich bei seiner Mutter gelernt. Typisch für die äthiopische Küche sind die vielen unterschiedlichen Gewürze, oft wird es pikant, muss es aber nicht zwingend.

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Fleisch gibt es in allen Variationen, Rind, Lamm, Hähnchen, nur Schwein ist tabu. Wer gleich in die Vollen gehen will, bestellt am besten Kitfo, das ähtiopische Nationalgericht mit Rindfleischtartar, dazu Ayib (Käse) und Gomen (Grünkohl- und Spinatmischung).

Es gibt zudem eine rein vegane Karte. Mittelfristig plant das Restaurant, auch einen Mittagstisch anzubieten. Alle Zutaten stammen selbstverständlich aus Äthiopien und sind aus ökologischem Anbau. Empfehlenswert: Zum Essen ein Gläschen Honigwein aus den Blättern des Faulbaumes. Ein Höhepunkt ist die in Weihrauch geschwängerte, traditionelle Kaffee-Zeremonie. „Die hat bei uns einen so hohen Stellenwert, das kann man sonst allenfalls noch mit der japanischen Tee-Zeremonie vergleichen“, sagt der 38-Jährige, der seine Gäste um eines bittet: „Da wir alles ganz frisch zubereiten, sollte man schon ein bisschen Zeit mitbringen.“

Info Lucy Abyssiniya, Am Poth 2a, Mo-Fr 17-23 Uhr, Sa+So 12-23 Uhr, Tel. 20066744, lucyabyssinia.de