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Lohausen: Ärger um Supermarkt

Lohausen : Ärger um Supermarkt

Stadtplaner kennen das Dilemma als Begleiterscheinung ihrer Arbeit: Es niemals allen recht machen zu können. Der Bebauungsplan für die Niederrheinstraße in Lohhausen spaltet Anhänger und Gegner.

Geplant ist gegenüber der alten Fassung des Plans eine Veränderung nach Norden, um dort Geschäfte anzusiedeln, die lediglich Waren jenseits des täglichen Bedarfs anbieten dürfen. Geplant ist dort zwar ein Supermarkt der Kaiser's-Kette, der mit 1400 Quadratmetern Verkaufsfläche doppelt so groß ausfällt wie das jetzige Geschäft des Hauses. Doch dies soll aufgegeben und anderweitig verkauft oder vermietet werden.

Nördlich dieses Supermarkts an der Niederrheinstraße und rund um die Einmündung des Spielberger Wegs wird man jedoch auch künftig vergeblich nach einer Bäckerei, nach Kleidung oder anderen kleinen Dingen suchen, die den Alltag verschönern. Ein Umstand, den viele Bürger vor nicht nachvollziehen.

"Das hat seinen guten Grund", sagt Ulrich Decker (CDU), Vorsteher des Stadtbezirks 5: "Mit der Auflage, im neuen Gebiet keine Waren des täglichen Gebrauchs anzubieten, wollten die Stadtplaner die alteingesessenen Geschäfte im Lohausener Kerngebiet nicht gefährden."

Die Verschiebung nach Norden sei zudem notwendig geworden, um Platz zu schaffen für den Bau des größeren Kaiser's-Markts. Nach Informationen der RP könnte sich in Zukunft auch eine Filiale der Tiernahrungskette Fressnapf dort ansiedeln. Der Discounter Aldi klagt derzeit gegen die Auflagen in zweiter Instanz vor dem Verwaltungsgericht. Vor Gericht gescheitert ist bereits der Versuch der Lidl-Kette, im Planungsgebiet Fuß zu fassen.

(RP)