1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf

Düsseldorf: Ämtertausch im Heerdter Bürgerverein

Düsseldorf : Ämtertausch im Heerdter Bürgerverein

Herbert Rozynski, seit 1995 an der Spitze, rückte in die zweite Reihe, Vize Clemens Sökefeld in die erste.

Die beiden Vorsitzenden des Heerdter Bürgervereins haben ihre Ämter getauscht. Herbert Rozynski, seit 1995 an der Spitze, rückte in die zweite, Vize Clemens Sökefeld in die erste Reihe. "Ich muss kürzer treten, bin 71 Jahre alt und denke, es ist Zeit, die Verantwortung in jüngere Hände zu geben", erklärte Rozynski den Mitgliedern im Pfarrsaal St. Benediktus.

Sökefeld, acht Jahre an der Seite Rozynskis, übernimmt dessen Posten nur auf Zeit. "Ich bin kein Heerdter Jung und werde mit der Rente nach Ostfriesland umziehen." Dort sei er gerade dabei, seinen Alterssitz zu bauen. "Ich hoffe, dass in einem Jahr ein geeigneter Kandidat gefunden ist. Bewerbungen sind willkommen." Der Ämtertausch ging reibungslos über die Bühne. Eine Abstimmung durch die Mitglieder ist laut Satzung nicht erforderlich. Rozynski: "Die Aufteilung der Ämter ist Sache unseres Vorstands." Mit der einstimmigen Entlastung des Vorstands seien alle wiedergewählt. Reibungslos lief auch die Aufnahme eines Jugendvertreters: Oliver Podgrabinski ist nun das zehnte Vorstandsmitglied. Er will in Heerdt einiges ändern: "Für die Jugend ist nichts mehr da."

Die "Bilder des Jahres 2013" von Sökefeld waren wie immer unterhaltsam, wenn auch mit ernstem Hintergrund. So wurde einmal mehr vor Augen geführt, welch' kuriose Verkehrssituationen zustande kommen, wenn sich Lkw durch Alt-Heerdt quälen oder in den engen Einbahnstraßen steckenbleiben. Sökefeld: "Düsseldorf schafft es einfach nicht, eine bessere Beschilderung vorzunehmen." Für Rettungswagen und Feuerwehr sei schon lange kein Durchkommen mehr.

Das Thema Verkehr soll am 4. April beim Heimatabend im Paul-Gerhardt-Haus vertieft werden. Dazu sind Politiker eingeladen, die Rede und Antwort stehen sollen – auch zum lange geplanten Neubau der Jugendfreizeitstätte West End. Was die Heerdter sonst noch bewegt ist der Müll auf dem Simon-Gatzweiler-Platz und die "Seenplatte" auf den Rheinwiesen, die durch den Bau der Fernwärme entstanden ist. Stadtwerkesprecher Michael Pützhofen versicherte: "Wir packen es an, und werden ab 1. April, wenn kein Hochwasser mehr zu erwarten ist, die Wiese sanieren." Sein Bruder Georg Pützhofen, Ärztlicher Direktor des Dominikus-Krankenhauses, gab einen Überblick über die Bauarbeiten am Heerdter Krankenhaus. "Im Spätsommer ist Bergfest für die Sanierung der Stationen." Im nächsten Jahr werde die Stiftung in den Umbau des OP-Traktes bis zu 5,5 Millionen Euro investieren.

(RP)