Bestell- und Lieferservice für Advent-Basar : Gemeinde organisiert Advent-Basar „to go“

Mit Bestell- und Lieferservice sollen viele Spenden für die Schule der Chepang-Kinder in Nepal zusammen kommen. Die Aktion ist gut angelaufen.

Ganz anders als sonst gestaltet sich in diesem Jahr die Vorweihnachtszeit. Der klassische Adventbasar fällt in vielen Gemeinden diesem Jahr aus. Schon seit einigen Monaten gab es verschiedene Konzepte, die die Ehrenamtlichen der Katholischen Kirchengemeinde St. Antonius und Elisabeth dann durch neue Corona-Verordnungen wieder verwerfen mussten. Doch Aufgeben war keine Option. „Der Basar ist eine langjährige Tradition in unserer Gemeinde“, sagt die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Virginia Titz.

Ein Wochenende vor dem ersten Advent gab es immer eine große Aktion mit geselligem Beisammensein. All das geht während der Corona-Pandemie nicht. „Wir haben einen Bestellschein, den es in der Kirche oder auf der Webseite zum herunterladen gibt“, sagt Virginia Titz. Auch per Newsletter und in den sozialen Medien benachrichtigt die Gemeinde über das neue Format des Advent-Basars „to go“. Bestellungen können in beiden Kirchen, im Briekasten des Pastoral– und Kontaktbüros abgeben, oder auch per Mail bis zum 18. November um 12 Uhr an virginia-titz@t-online.de geschickt werden. Viele fleißige Helfer engagieren sich auch in diesem Jahr mit Selbstgemachtem für den Advent-Basar.

Diverse Liköre, besondere Marmeladen, Kekse und Advent-Kränze oder selbstgestaltete Weihnachtskarten stehen auf der Liste. Es sind beliebte und nachgefragte Präsente. Los geht es mit einer Tüte Plätzchen für 1,50 Euro. Auch ein Glas Marmelade gibt es für diesen Preis. Eine kleine Weihnachtskrippe im Einmachglas eignet sich gut als Mitbringsel. „Sie ist kindgerecht und passt als Dekoration auf jede Fensterbank“, sagt die Küsterin Angela Helmdach. In einem Schaukasten vor der Antonius-Kirche sind viele Basarartikel mit Foto zu sehen, das soll die Auswahl erleichtern. „Diesmal gibt es auch Masken in sämtlichen Weihnachtsmotiven“, sagt die Küsterin. Sobald die Bestellungen eingegangen sind, möchte das Team telefonisch Zeitfenster für die Lieferung vom 23. bis 27. November vereinbaren. „Wir bitten zur Bezahlung um passendes Bargeld und nehmen auch Spenden entgegen“, erklärt Virginia Titz das neue Konzept. Pfarrer Antony Manickathan freut sich, dass seine Gemeinde auch in diesem Jahr den Advent-Basar organisiert. „Wir erreichen so Menschen in unserem Stadtteil“, sagt er. Gleichzeitig engagieren sich die Menschen auch für ein Projekt, das der Gemeinde schon lange am Herzen liegt. Die Erlöse gehen komplett an eine Schule in Nepal, die die Gemeinde schon über zehn Jahre unterstützt. Der Pfarrer hat sie schon besucht: „Die Kinder wohnen weit weg, man muss acht bis neun Stunden laufen. Sie haben da ein Internat und können in der Schule wohnen und haben dort eine Mahlzeit am Tag, bekommen Kleidung und eine gute Ausbildung.“ Über 50 Helfer engagieren sich für den Advent-Basar „to go“ in Hassels, sie nähen, kochen ein, backen und liefern aus, damit in einer schwierigen Zeit, ein Erfolg möglich ist. „Wir wollen das unkompliziert möglich machen“, sagt Küsterin Angela Helmdach.