Düsseldorf: Ackermanns Abschiedsgedanken

Düsseldorf: Ackermanns Abschiedsgedanken

Die Kunstsammlungschefin lud ein, unbeantwortete Fragen zu stellen.

Es gibt Vieles, was Marion Ackermann vermissen wird, wenn sie Düsseldorf in den kommenden Tagen verlässt. "Die Menschen, die Werke", sagt die 51-jährige Kunsthistorikerin, die ab November die Leitung der Kunstsammlung NRW abgibt und das Amt als Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlung Dresden übernimmt. Jackson Pollocks Bild No. 32 wird ihr ganz besonders fehlen, aber auch die Anti-Vietnamkrieg-Zeichnung der amerikanischen Künstlerin Nancy Spero, verriet Ackermann im Lokal Lieshout im K20, wohin sie

Besucher, Freunde und Weggefährte zum Abschied eingeladen hatte. Mit ihnen zusammen wollte sie Bilanz ziehen und sich noch unbeantworteten Fragen stellen. Zu denen die vorbeikamen, zählte auch der ehemalige Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff. Und so wandte sich das Gespräch schnell substanziellen Fragen zu.

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Zum Beispiel der, wie die gesellschaftliche Kluft, die sich zurzeit auftut, geschlossen werden könne. Dass Kunst und Museen dabei einen wichtigen Beitrag leisten können, davon ist Ackermann überzeugt. "Sonst könnte ich meine Arbeit gar nicht machen." Dass ihre Arbeit in Dresden, das mit seinen 3000 Pegida-Anhängern in den Schlagzeilen ist, politisch sein wird, kann als sicher gelten. Für Ackermann eine wichtige und leitende Frage: "Wer bestimmt die Bilder?"

(stz)
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