Absolventen der AMD Düsseldorf präsentieren ihre Design-Entwürfe

Fashionshow in Düsseldorf : Absolventen der AMD präsentieren ihre Visionen

In einer Inszenierung im Bühnenbild des Schauspiels „Menschen im Hotel“ zeigten die Jungdesigner ihre Entwürfe – auch zum Thema Nachhaltigkeit.

Multikulti, Street Art, Hip-Hop, soziale Vielfalt, Folkore, Spiel der Geschlechter und Nachhaltigkeit in der Mode – die 22 Absolventen der Akademie für Mode-Design (AMD) demonstrierten auf der großen Bühne im ausverkauften Düsseldorfer Schauspielhaus, was an Talent, Kreativität und Handwerk in ihnen steckt. Zum Abschluss ihres Studiums an der Düsseldorfer Kaderschmiede blätterten sie bei der sogenannten Exit-Show ein buntes Kaleidoskop auf, das von rosa Mänteln für den Mann, der sich traut, bis zu den geometrischen Formen des Bauhauses reichte.

In der perfekten, streng grafischen Bühnenbild-Kulisse des Schauspiels „Menschen im Hotel“, bei dem Sönke Worthmann Regie führt, beeindruckten die Nachwuchs-Designer das Publikum, darunter Vertreter von Modemarken und -firmen, statt mit einer klassischen Modenschau mit einer Inszenierung.

„Das Motto der Abschluss-Schau !WORD UP! ruft dazu auf, selbstbewusst Entscheidungen zu treffen und für diese einzustehen; Visionen zu haben und diese auch zu zeigen“, sagte Christine Kubatta, Projektleiterin und Standortmanagerin der AMD Düsseldorf. Eine wichtige Botschaft, die die jungen Modemacher beherzigten. Eine der Themenwelten wurde von der jungen Absolventin Shirin Araghi so nachhaltig umgesetzt, dass die Jury (Uta Feldmann, Senior Design Manager C&A, Verena Winkelmann, Designerin Cinque und Julia Rau, Inhaberin von Juli PR) sie für ihre konzeptionell und handwerklich herausragende Bachelorarbeit mit dem AMD Fashion Award 2019 auszeichnete.

Shirin Araghi beschäftigte sich bei ihrer meerblauen-türkisfarbenen Linie „The 2050 Project“ mit dem Thema Nachhaltigkeit. Sie setzt sich insbesondere mit Upcycling von Plastik in Fashion auseinander. Ihre Kollektion vereint organische Linienführung mit urbanen Silhouetten. Sie entwickelte dafür eigene Drucke – inspiriert durch das Plankton der Meere – und verwendete natürlich Recycling-Stoffe.

Dass Öko-Mode nicht trist aussehen muss, zeigten die Sieger-Modelle des 2. Semesters Mode Design, die den Oeko-Tex-Wettbewerb gewonnen hatten. Wochenlang hatten die drei Gewinner mit zertifizierten Stoffen zum Thema „Formfindung Kleid“ experimentiert. „Es ist für uns als Fachbereich Design ein wichtiger Bestandteil in der Lehre, schon früh in der Ausbildung unseren Studierenden eine Sensibilität für nachhaltige Themen zu vermitteln“, kommentierte Professorin Claudia Ebert-Hesse, Studiendekanin der AMD.

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