Neues Wohnbauprojekt in Düsseldorf: Abrissparty für das Post-Zentrum

Neues Wohnbauprojekt in Düsseldorf: Abrissparty für das Post-Zentrum

Besucher des alten Verteilzentrums der Post neben dem Düsseldorfer Hauptbahnhof konnten sich am Freitag am Bagger oder Vorschlaghammer ausprobieren. Der Investor Catella lud zur Abrissparty - und leitete damit den Bau des Wohnbauprojektes ein, das das Gesicht des Bahnhofsviertels verändern soll.

Der Investor Catella feierte den Beginn der Arbeiten für das Wohnbauprojekt. Auf dem Gelände zwischen Kölner und Erkrather Straße entstehen drei Hochhäuser mit insgesamt rund 1000 Wohneinheiten, das Unternehmen investiert rund 500 Millionen Euro.

Mit Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Interessenten wurde gestern zunächst Abschied von den alten Hallen genommen, die unter dem Titel "Postpost" noch einmal eine besondere Karriere gemacht hatten. Die Event-Agentur Zackbumm - dahinter stecken die Macher des Open Source Festivals - hatte sie als Veranstaltungsstätte unter anderem für eine WM im Drohnenfliegen und eine Sneakermesse sowie für Ateliers genutzt.

Gestern gab es eine Hüpfburg, kühle Getränke und eine provisorische Musterwohnung, die einen ersten Eindruck des neuen Quartiers vermitteln sollte. Aus einer Gondel, die an einem Kran hing, konnte man sich einen Eindruck verschaffen, wie die Aussicht aus den neuen Hochhäusern sein wird.

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Neues Quartier soll Bahnhofsviertel aufwerten

Die Zwischennutzung durch das "Postpost" war ein Deal, für den sich beide Seiten dankbar zeigen: Zack-Bumm-Chef Christian Fleischer verabschiedet sich von dem größten Ort, den er mit seinen Kollegen je bespielen durfte, Catella-Chef Klaus Franken zeigte sich froh, dass viele Düsseldorf durch das "Postpost" das seit Jahren leerstehende Gelände wiederentdeckt hatten. "Das war eine gute Werbung für unser Projekt", meinte er.

Zu dem Quartier, das das Bahnhofsviertel aufwerten soll, gehören neben den Wohneinheiten auch weitere Nutzungen wie Hotel, Gastronomie, Handel und Fitnessangebote. Der schwedische Investor hat auch bereits ein Konzept für ein modernes Quartiersmanagement vorgelegt, das die urbane Zielgruppe anlocken soll: Vorgesehen sind unter anderem eine digitale Quartiers-app, ein Sharingkonzept für Autos und Fahrräder oder auch Lösungen für den Umgang mit Post und Paketen.

(arl)
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