Bauarbeiten Abriss von Kö-Haus gestoppt

Düsseldorf · Vom Abbruchhaus "Kö-Blick" am Graf-Adolf-Platz, seit Jahren ein Schandfleck in der Innenstadt, sind kurz nach Beginn der Abrissarbeiten Steine der Fassade auf die Straße und auf die Fahrbahn gefallen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.

2009: Die Abrissarbeiten am alten Haus Kö-Blick
16 Bilder

2009: Die Abrissarbeiten am alten Haus Kö-Blick

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Die Polizei stoppte den Abriss und informierte das beauftragte Unternehmen. Frank Kindermann vom Investor Hamburgische Immobilien Handlung (HIH): "Der Abrissbagger hatte eine Schneise in den hinteren Gebäudeteil gezogen. Dabei lösten sich vorn am obersten Stockwerk die Steine. Offenbar hatte das Abrissunternehmen damit nicht gerechnet.

Wir sind überrascht, dass der Fußgängerbereich und die Fahrbahn nicht ausreichend gesichert waren." Die Bauaufsicht habe mittlerweile darauf hingewirkt, dass das Unternehmen an der schmalen Stelle einen "Schutztunnel" aus Fertigbauteilen errichtet, sagt Stadtsprecher Manfred Blasczyk.

Durch diesen sollen Fußgänger die Baustelle nun sicher passieren können. Gestern gingen die Abrissarbeiten weiter. Beinahe die Hälfte des Gebäudes, das aus zwei Eckhäusern besteht, ist schon von der Rammbirne zertrümmert worden. Zunächst war es entkernt worden, um etwa auszuschließen, dass durch den Bauschutt Schadstoffe austreten.

"Es wurde, wie es üblich ist, ein Konzept für den Abriss eingereicht", sagte Blasczyk. Schon im August soll nach den Plänen von Christoph Ingenhoven der Neubau hochgezogen werden. Im zweiten Quartal 2011 sollen im Erdgeschoss Edelboutiquen einziehen. Für die oberen Geschossen sind Büros und Wohnungen geplant. Baukosten: rund elf Millionen Euro.

(RP)
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