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Düsseldorf: Abgeordnete wollen Regierungsviertel am Landtag

Düsseldorf : Abgeordnete wollen Regierungsviertel am Landtag

Düsseldorfer Landtagsabgeordnete von CDU, SPD, Grünen und FDP sprechen sich dafür aus, möglichst viele Landesministerien in der Nähe des Landtags zu konzentrieren. Damit könnte die vor Jahren verworfene Idee eines Regierungsviertels neuen Schwung bekommen.

Auslöser für die Überlegungen ist, dass das Innenministerium zeitnah aus dem asbestbelasteten Gebäude an der Haroldstraße ausziehen wird. Anders als geplant zieht es nicht in den frei werdenden Vodafone-Komplex am Rheinufer, den der landeseigene Betrieb BLB noch unter schwarz-gelber Landesregierung gekauft hat, sondern in das frühere WestLB-Gebäude an der Friedrichstraße. Offen ist, wer ins Vodafone-Hochhaus einzieht und was mit dem derzeitigen Innenministeriums-Areal (ebenfalls im Besitz des Landes) geschehen soll.

"Ich lasse derzeit eine Liste erstellen, wo überall in der Stadt Landesbehörden untergebracht sind", sagt der Düsseldorfer Landtagsabgeordnete Markus Weske. Man dürfe nicht nur singuläre Entscheidungen treffen, sondern benötige ein Gesamtkonzept. Wunsch-Ziel sei ein Regierungsviertel, bei dem alle Ministerien in Landtagsnähe zusammengeführt werden.

Das sieht auch Monika Düker so. Die Landeschefin der Grünen und Düsseldorfer Landtagsabgeordnete betont, dass "die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund" stehen müsse. "Mit dem Umzug des Innenministeriums bietet sich die Möglichkeit für ein neues Konzept."

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Auch die Opposition, CDU und FDP, spricht sich dafür aus, Ministerien am Rheinufer zu zentrieren. "Zunächst muss aber ein Gesamtkonzept her", sagt Peter Preuß (CDU). Er wundert sich über die kurzfristige Absage des Innenministeriums für das Vodafone-Hochhaus. Dass Sicherheitsbedenken tatsächlich den Ausschlag gegeben haben, schließt er aus. "Wenn die Großraumbüros der Grund waren, ist es eine Frechheit", sagt Robert Orth (FDP).

Eine Nachmieterin für den Vodafone-Komplex weiß der Liberale auch: Der Mietvertrag der Staatskanzlei im Stadttor laufe in einigen Jahren aus. "Die Ministerpräsidentin steht bald auf der Straße."

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(ila)