Kö-Bogen in Düsseldorf: Ab 7. Januar fahren Autos durch Tunnel

Kö-Bogen in Düsseldorf : Ab 7. Januar fahren Autos durch Tunnel

Beim ersten Bauabschnitt des Projekts Kö-Bogen geht es einen entscheidenden Schritt weiter: Anfang Januar wird der erste von drei Tunneln in Betrieb gehen. Oberbürgermeister Dirk Elbers wird am Vormittag des 7. Januar die unterirdische Nord-West-Trasse für den Verkehr freigeben.

Damit müssen Autofahrer, die von der Kaiserstraße kommend in Richtung Heinrich-Heine-Allee fahren wollen, nicht mehr die Interimsstraße im Hofgarten nutzen, sondern können durch den Tunnel bis zur Ausfahrt an der Elberfelder Straße (zwischen Galeria Kaufhof an der Kö und Steigenberger Parkhotel) fahren.

Im ersten Bauabschnitt Kö-Bogen, bei dem auf dem Jan-Wellem-Platz die Libeskind-Häuser gebaut werden, entstehen noch zwei weitere Tunnelverbindungen: Der Süd-West-Tunnel nimmt den Autoverkehr an der Berliner Allee in Richtung Elberfelder Straße auf. Er soll im Herbst 2013 in Betrieb gehen, wenn die Libeskind-Bauten eröffnet werden. Dann wird auch die Interimsstraße im Hofgarten überflüssig sein und kann rückgebaut werden.

Bei dem Süd-Nord-Tunnel, von der Berliner Allee zur Kaiserstraße, war es wegen des Ministerentscheids zum Abriss der denkmalgeschützten Hochstraße Tausendfüßler zu Verzögerungen gekommen. Durch ihn soll der Autoverkehr laut Verkehrsdezernent Stephan Keller erst ab dem Frühjahr 2014 fließen.

In Gegenrichtung kommt im zweiten Bauabschnitt des Kö-Bogens ein weiterer Tunnel hinzu: Nach dem Abriss des Tausendfüßlers wird eine unterirdische Trasse für den Autoverkehr gebaut, die die Hochstraße ersetzt. Diese Röhre soll im Sommer 2015 in Betrieb gehen. Der Abriss des Tausendfüßlers soll am 25. Februar beginnen und schwerpunktmäßig an den Wochenenden erfolgen. Die Stadt setzt dafür etwa sechs bis acht Wochenenden an. Spätestens im Juni sollen alle Abrissarbeiten beendet sein und der Bau des Tunnels beginnen.

Wenige Monate nachdem dieser Tunnel in Betrieb geht, soll auch die Wehrhahn-Linie starten. Die neue U-Bahnstrecke ersetzt zwischen den S-Bahnhöfen Wehrhahn und Bilk die oberirdischen Stadtbahnen. Derzeit wird diskutiert, ob die Schadowstraße dann komplett zur Fußgängerzone werden soll.

(dr)
Mehr von RP ONLINE