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Düsseldorfer TV-Sitzung: 900 Jecken feiern mit Prinz, Venetia und Brings

Düsseldorfer TV-Sitzung : 900 Jecken feiern mit Prinz, Venetia und Brings

Witz, Musik, Tanz und ein paar ernste Töne waren Freitagabend die bestimmenden Elemente der diesjährigen Düsseldorfer Fernsehsitzung. Das Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) hatte gemeinsam mit ARD und WDR zur Fernsehsitzung in die Stadthalle geladen – und alles, was im Karneval Rang und Namen hat, folgte dieser Einladung, darunter das diesjährige Prinzenpaar mit Prinz Christian II. und seiner Venetia Claudia, aber auch Kabarettist Knacki Deuser, Büttenredner Jürgen Hilger-Höltgen und die Düsseldorfer Karnevalsband De Fetzer, die in diesem Jahr ihr 40. Bühnenjubiläum begeht.

Witz, Musik, Tanz und ein paar ernste Töne waren Freitagabend die bestimmenden Elemente der diesjährigen Düsseldorfer Fernsehsitzung. Das Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) hatte gemeinsam mit ARD und WDR zur Fernsehsitzung in die Stadthalle geladen — und alles, was im Karneval Rang und Namen hat, folgte dieser Einladung, darunter das diesjährige Prinzenpaar mit Prinz Christian II. und seiner Venetia Claudia, aber auch Kabarettist Knacki Deuser, Büttenredner Jürgen Hilger-Höltgen und die Düsseldorfer Karnevalsband De Fetzer, die in diesem Jahr ihr 40. Bühnenjubiläum begeht.

Der wahre Star des Abends kam aber nicht aus Düsseldorf, sondern ausgerechnet aus Köln: Mit der Verpflichtung der Band Brings war Moderator Stefan Kleinehr ein wahrer Geniestreich gelungen. Als Brings gegen 22.15 Uhr die Bühne betraten, gab es für das Publikum kein Halten mehr. Es wurde gesungen und getanzt zu Hits wie "Hallelujah" oder "Polka, Polka, Polka". Und spätestens bei der Zugabe, bei der der ganze Saal sang "Denn ich ben nur ne kölsche Jung un mie Hätz, dat litt mer op d'r Zung" wurde klar: Kölner Karneval in Düsseldorf, das ist kein Problem, im Gegenteil - es macht sogar Spaß. Einen solch großen Applaus gab es dann nur noch einmal, als der Prinz selbst gemeinsam mit den Swinging Funfares zum Mikro griff und darüber sang, dass er es sich schon immer gewünscht habe, Majestät im Karneval zu sein.

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Politisch wurde es dagegen in den Büttenreden. Jürgen Hilger-Höltgen, Dat Fimmänche, etwa, gab sein Lied "Guten Tag, ich bin Herr Achenbach" zum Besten, in dem er den Skandal rund um den Düsseldorfer Kunstberater thematisiert. Und Christian Pape stellte im Rückblick auf Orkan Ela fest: "Was so ein Sturm alles zu Fall bringen kann: 8000 Eichen, 5000 Buchen und einen Oberbürgermeister", und erinnerte damit noch einmal an den unrühmlichen Abtritt von Dirk Elbers (CDU) im vergangenen Jahr, der seinem SPD-Konkurrenten Thomas Geisel weichen musste.

Dieser präsentierte derweil gemeinsam mit Ehefrau Vera eines der besten Kostüme des Abends: Mit Perücke, weiß geschminktem Gesicht und jeder Menge Federn am Revers kamen die beiden als Mozarts Papageno. Ähnlich kreativ war das Kostüm von Bürgermeister Günter Karen-Jungen. Er kam als Zirkusdirektor samt Peitsche und erklärte: "Ich muss ja schließlich einen ganzen Zirkus zusammenhalten." Ex-Bürgermeisterin Gudrun Hock hatte sich als silbernes Marsmännchen verkleidet und Ex-Venetia Anke Conti Mica kam als Weißer Clown — bloß ohne dessen trauriges Gesicht, schließlich gab es genug zu lachen an diesem Abend.

Ein wenig ernstere Töne schlug allerdings CC-Präsident Josef Hinkel noch vor Beginn der Veranstaltung an, als er Wagenbauer Jacques Tilly angesichts der Anschläge auf die Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" in Paris noch einmal dafür lobte, wie er stets humorvoll kritisch mit Politik und Religion umgeht. Und auch Knacki Deuser ließ es sich nicht nehmen, am Ende seiner Vorstellung noch einmal deutlich zu machen: "Das, was in Paris passiert ist, wird uns nicht vom Lachen abhalten."

Alles in allem war es eine gelungene TV-Sitzung. Wer sich davon überzeugen möchte, hat am Abend des 11. Februars Gelegenheit dazu: Dann strahlt die ARD die Düsseldorfer Sitzung im Fernsehen aus.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Karneval in Düsseldorf 2015: TV-Sitzung mit Brings und Prinz