Wohnen in Düsseldorf: 76.000 Bürger mit Recht auf Sozialwohnung

Wohnen in Düsseldorf : 76.000 Bürger mit Recht auf Sozialwohnung

Menschen mit schmalem Geldbeutel drohen einer Studie zufolge vom Wohnungsmarkt in Düsseldorf abgekoppelt zu werden. Dazu hat eine Studie vom Pestel-Institut jetzt für die Stadt Düsseldorf eine Bestandsaufnahme gemacht und den Bedarf an Sozialwohnungen ermittelt. Demnach haben derzeit rund 75 840 Haushalte in Düsseldorf Anspruch auf eine Sozialmietwohnung.

Zu diesen Haushalten mit niedrigem Einkommen gehören Hartz-IV-Empfänger und Wohngeldbezieher. Ebenso erwerbsunfähige und ältere Menschen, die von der staatlichen Grundsicherung leben.

Pro tausend Einwohner würden somit 129 Sozialwohnungen benötigt. Düsseldorf habe damit beim sozialen Wohnraum einen hohen Bedarf. Dieser liege sogar deutlich über dem Bundesdurchschnitt. "Aber längst nicht jeder, der einen Anspruch auf eine Sozialwohnung hat, hat auch die Chance, eine zu bekommen. Landesweit stehen nur für 32 Prozent der betroffenen Haushalte Sozialmietwohnungen zur Verfügung", sagt Matthias Günther vom Pestel-Institut.

Zahl der Sozialbauten sinkt

In den vergangenen Jahren seien in NRW viele Sozialwohnungen vom Markt verschwunden. Hier klaffe eine Lücke. "Dies trifft insbesondere Geringverdiener, Alleinerziehende und Rentner. Für Haushalte mit geringem Budget bezahlbare Wohnungen zu schaffen, ist eine der drängendsten sozialen Herausforderungen", so Günther.

(RP)
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