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Das 11. Japan-Fest in Düsseldorf: 700.000 Besucher feiern beim Japan-Tag

Das 11. Japan-Fest in Düsseldorf : 700.000 Besucher feiern beim Japan-Tag

Die Beteiligung bei dem Kultur- und Begegnungsfest war so groß wie nie. 58 Stände und Zelte waren an der Rheinuferpromenade aufgebaut und boten Traditionelles und Modernes. Unumstrittener Höhepunkt war aber einmal mehr das große Feuerwerk am Abend.

Im Laufe der Zeit, sagte Oberbürgermeister Dirk Elbers in seiner Eröffnungsrede am Burgplatz, habe der Japan-Tag sein Erscheinungsbild verändert. Mit jedem Jahr sei das Kultur- und Begegnungsfest facettenreicher geworden. Allerdings gebe es auch erfreuliche Konstanten: "Vor allem natürlich das große Feuerwerk." Beim 11. Japan-Tag am Samstag war die Beteiligung größer als je zuvor: 58 Stände gaben an der Rheinuferpromenade Einblicke in die Kultur des Landes und lockten bei sonnigem Wetter 700.000 Besucher an. Pünktlich um 23 Uhr konnten diese dicht gedrängt an der Rheinpromenade und den Rheinbrücken das Feuerwerk beobachten. Es stand diesmal unter dem Motto "200 Jahre Grimms Märchen" und sorgte damit nicht nur für viele begeisterte Ausrufe und wiederholten Zwischenapplaus, sondern auch für einiges Rätselraten: "War das gerade Scheewittchens Apfel", fragten sich die Zuschauer angesichts der prächtigen Bilder am Himmel. Und: "Sollte das gerade ein Schmetterling sein? In welchem Märchen kommt der denn vor?"

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"Der 11. Japan-Tag war erneut ein glänzendes Beispiel gelebten kulturellen Austausches mit unseren Freunden aus Japan", befand OB Elbers in seinem Fazit. Dass bei den Darbietungen und als Besucher zahlreiche Kinder dabei waren, beweise, dass diese Freundschaft eine glänzende Zukunft besitze. Auch der japanische Generalkonsul Kiyoshi Koinuma betonte, der Jugendbereich solle künftig einen Schwerpunkt beim Austausch darstellen. "Dafür ist dieses Fest eine gute Gelegenheit, denn Freunde von Manga, Anime und Cosplay können hier viele Aktionen erleben." Den Japan-Tag würdigte Koinuma als "Symbol der Freundschaft zwischen Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen und der japanischen Gemeinde". NRW-Wirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger wies auch auf die engen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Japan und NRW hin. Diese seien ein Fundament der guten Beziehungen.

Auf der Hauptbühne am Burgplatz gab es den ganzen Tag ein Programm der Japanischen Gemeinde, und am Abend trat als musikalisches Highlight der Jazzpianist Yasuto Ohara auf. Auf der Sportbühne am Johannes-Rau-Platz wurden japanische Kampfkünste gezeigt, und am Mannesmannufer kamen die Popkultur-Fans zum Zug: Hier traten japanische Musiker auf, es gab eine Cosplay-Modenschau und einen Karaoke-Wettbewerb.

Dazwischen mischte sich überall Modernes und Traditionelles: Da gab es die Papierfaltkunst Origami, einen begehrten Zeichenwettbewerb für japanische Manga-Comics, Sushi und frittierten Krake zu kühlem Altbier — und einen Stand, an dem man Original-Kimonos anprobieren konnte. Geschäftige Helferinnen wuselten umher, halfen Mädchen und Frauen in die traditionellen Gewänder. Unter ihnen war die zwölfjährige Eva, die zunächst mäßig begeistert schaute, während ihre Oma Jutta Wens sie lächelnd beobachtete: "Wir wollten auf jeden Fall auf das Japan-Fest", sagte die Ratingerin. "Es ist immer toll hier. Die Manga-Figuren, das Essen — wir sind begeistert."

150 Bilder vom Japan-Tag finden Sie hier!

Hier geht es zur Bilderstrecke: Japan-Tag: Feuerwerk und mehr

(ahem/rm/top)